Was hatte man erwartet? Dass Russlands Aussenminister seine deutsche Kollegin coram publico so zusammenstaucht, dass sie schluchzend aus dem Raum rennt?
Oder dass sie mit ihrem losen Mundwerk einen Krieg vom Zaun bricht?
Es ist erstaunlich, wie wenig selbst die Befürworter von Annalena Baerbock von ihr und ihren Fähigkeiten halten.
Alles wurde ihr beim Antrittsbesuch in Moskau zugetraut, nur kein Erfolg.
Dabei hat sie sich ordentlich geschlagen: würdevoll am Grab des unbekannten Soldaten, mit der richtigen Mischung aus Härte und Entgegenkommen bei der gemeinsamen Pressekonferenz.
Sie hat alles so gemacht, wie die Profis es ihr souffliert und aufgeschrieben haben.
Dass sie von diesem Weg nicht abgewichen ist, dafür gebührt ihr Lob. Hätte ihr Vorgänger auch nicht anders gemacht.
Diplomatie ist am besten bei Diplomaten aufgehoben. Wenn es ernst wird, übernimmt sowieso der Kanzler.
Gut, wenn die Aussenministerin das schnell versteht. Gut auch, dass sie kein wichtiges Amt bekommen hat.
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Man muss ihr zugestehen, Ablesen kann sie gut! Sie kommt schliesslich vom Völkerrecht.
Auch wenn ich sie nicht sonderlich mag, sie hat sich gut geschlagen, soweit es aus den Berichten über ihre Auftritte herauszulesen ist. Und das ist schon eine Leistung, da stimme ich zu! Hier allerdings ihren Vorgänger zu nennen, geht doch etwas fehl - da traue ich ihr durchaus mehr zu. Auch der ewige Außenminister Hans-Dietrich Genscher hat das Geschäft erst einmal lernen müssen. Und auch er lag nicht immer richtig. Aber er hatte die Persönlichkeit, auch das Amt wichtig werden zu lassen.
Das Ausbleiben von Sprachverhaspelung schon ein Erfolg? Die schreckliche Aussprache auf Grundschulniveau bereits schlimm genug. Ein paar abgelesene Zahlen täuschen Kompetenz vor, alles in allem übliches BlaBla, die hochgestochenen Erwartungen verfehlt, denn wo sind Ergebnisse? Das Ausbleiben katastrophalen Blamierens, ein, na ja. hätte schlimmer sein können bereits ein lobheischender Erfolg? Lieber Willy Brandt, lieber Hans-Dietrich Genscher: Verzeiht uns. Es geht halt nicht besser.
Der römische Kaiser Caligula ernannte seinerzeit sein Pferd Incitatus zum Konsul. Warum mich das an den deutschen Aussenkobold erinnert? Beide entstammen der grünen Zirkuspartei, Geschichte wiederholt sich doch, oder?
Der knallharte Lawrow hat wohl gute Miene gemacht, für die Medien die so dankbar sind.Wer nimmt denn schon Deutschland ernst?Lawrows Moment kommt in Genf wo ernsthaft diskutiert werden soll.
Sorry, aber Baerbock hatte als Vorgänger z.B. Hans-Dietrich Genscher oder Willy Brandt.
Im Vergleich mit diesen Politikern ist sie bloß eine Schießbudenfigur.
Auf Grund von Ihrem Bericht, Herr Koydl, habe ich mir ein paar Aufnahmen angeschaut. Anschliessend sah ich mich gezwungen, Ihren Werdegang etwas genauer anzusehen...
Ihr Kurztext enttäuscht mich sehr. Von einem ehemaligen Korrespondenten in Moskau hätte ich etwas mehr erwartet. Möglicherweise liegt es an unseren unterschiedlichen Wahrnehmungsfilter.
Ich bin der Meinung, man sieht sehr wohl diplomatische Provokationen. Sie müssten es eigentlich besser wissen. Schade für die Lesezeit.
Bei Schaden wird Ursula vonder Leine sicher für Annalena Baerbock ein Plätzchen finden.
Ich denke man muss heute schon als Erfolg feiern, wenn sich diese Dame bei einem offiziellen Auftritt nicht bis auf die Knochen blamiert.
Nun ja, #Fressefreiheit ist ja nicht wirklich glücklich.
Na mit was hätte Annalenchen denn auch drohen können? Mit ihrer maroden Kinderkrippen-Bundeswehr, bei der kaum noch was funktioniert wie es sollte. Drei deutsche Verteidigungsministerinnen in Folge haben die zu einer Schönwetterfriedenstruppe zusammengeschrumpft. Ueber einen (Nicht)-Nato Beitritt der Ukraine kann sie auch nicht entscheiden. Oder soll sie drohen kein russisches Gas mehr zu kaufen und dafür lieber frieren wie damals in Stalingrad. Ja was wollte denn Annalenchen überhaupt dort?
Ita est.
Bene.
Nur weil die aktuelle Koalition in Deutschland aus zuvielen Parteien und Personen besteht braucht jetzt nicht jede von diesen dieselbe Aufmerksamkeit zu erhalten. Wenn's nichts zu berichten gibt, so kann man's auch lassen. Für mich gilt sowieso: Je weniger Baerbock desto besser.
Gut gemotzt, Wolfgang Koydl.
Anfang gut, alles gut, für den Anfang. Oder: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint 😉.
Sergey Lavrov hat in seinem Leben so alles gesehen. Ein deutsches Tussi mehr spielt auch keine Rolle...
LOL !!