Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar abzugeben.
Noch kein Kommentar-Konto? Hier kostenlos registrieren.
Bitte beachten Sie die Netiquette-Regeln beim Schreiben von Kommentaren.
Die Kommentare auf weltwoche.ch dienen als Diskussionsplattform und sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird. Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels oder wo angebracht an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Persönlichkeitsverletzende und diskriminierende Äusserungen hingegen verstossen gegen unsere Richtlinien. Sie werden ebenso gelöscht wie Kommentare, die eine sexistische, beleidigende oder anstössige Ausdrucksweise verwenden. Beiträge kommerzieller Natur werden nicht freigegeben. Zu verzichten ist grundsätzlich auch auf Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen), wobei die Online-Redaktion mit Augenmass Ausnahmen zulassen kann.
Die Kommentarspalten sind artikelbezogen, die thematische Ausrichtung ist damit vorgegeben. Wir bitten Sie deshalb auf Beiträge zu verzichten, die nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun haben.
Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.
Unzulässig sind Wortmeldungen, die
Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Online-Redaktion behält sich jedoch vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Es besteht grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.
Sehr interessante Gedanken zum Bild sind zu lesen. Ich möchte noch einen weiteren hinzufügen.
Auf dem kleinen Bild tragen der Gast (Jesus) und die hintere Frau blaue Kleidungsstücke. Blau symbolisiert den Himmel, die Reinheit. Ist die Frau hinter Maria die Mutter Gottes? Nicht umsonst heisst die Tochter auch Maria. Die Tochter Maria wird gesegnet und transzendiert dabei auch in ihren Kleidern. Marta und ihre Mutter hingegen sind im irdischen Braun der Arbeit gemalt. Vier Fische für fünf Leute?
Die Grossmutter, welche ihre Enkelin auf die biblische Geschichte von Martha und Maria hinweist, ist ein Archetyp der grossen Mutter, wie sie zum Beispiel auch im Märchen Frau Holle zu finden ist. (Diese symbolisiert das Schicksal, welche jedem Menschen gibt, was er verdient. Sie selbst hat mit «Christus» positive, hingebungsvolle und dienende Männlichkeit und auch Kraft integriert).
Martha lernte ihre Lektion, denn beim nächsten Besuch heisst es schlicht: «Und Martha diente.» (Joh 12,2).
Das Gemälde könnte Martha als Grossmutter zeigen, die sich die Worte Jesu zu Herzen genommen und zu einem befreiten Leben gefunden hat. Das Bild mit der Ermahnung, die Jesus zu Martha gesprochen hat, hängt zur Erinnerung an der Wand.
Das arbeitende Mädchen steht stellvertretend für die Generation zu Zeiten des Malers, die Gott mit Fleiss und Pflichterfüllung gefallen wollen.
Martha möchte darauf darauf aufmerksam machen, dass das nicht Alles ist (Hinweise auf die Wunder auf dem Tisch...)
Lieber Herr Locher! Zufällig den Adventskalender entdeckt und heute das zweite Mal ein Türchen aufgemacht - Gratulation zu der super Idee. Meine Gedanken zu dem Bild: Das "Bild im Bild" ist in der rechten oberen Ecke, dort wo im russischen Bauernhaus die Ikone hängt. Die Ikone ist ein Fenster in die Transzendenz. Dorthin zeigt der Glaube. Erfreulich, dass die Reformierten das Bild rehabilitiert haben. Ohne Christentum kein Giotto, kein Michelangelo!
Der Finger der linken älteren Frau zeigt auf den Arm von Martha und soll heissen: mach etwas vorwärts, wir haben langsam Hunger:-))
Die schöne Alte sagt zu Martha "sei nicht unzufrieden, die Liebe geht durch den Magen", das ist meine Erfahrung.
„Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden.“
Lukas 10:41-42 DELUT
Die alte Frau (ihre Mutter?) die zu Martha spricht, sagt ihr wohl nachdem sie gehört hat was Jesus ihr vorher sagte: „Jesus zuhören wie Maria es gerade tut ist das Wichtigste. Nur dann wird auch dein guter und nützlicher Dienst zum Segen für andere!“
Passt solche Bemerkungen hier…? ich denke, nein ….
AW … Mein Kommentar zu: Babra
… 👎🏻
guten
Sehr geehrter Pfarrer Locher
,Die alte Fraur ist unser Gewissen,die Stimme Gottes seit dem Sündenfall im Paradies.Heute Bauchgefühl genannt.Sie sagt,Martha dein Lohn ist der Dank des Gastes,der zum Dank auch noch die Hand hebt.Die Kleider aus verschiedenen Jahrhunderten,deuten auf die Zeitlosigkeit dieser
Handlung und Weisheit .
Es ist pietätslos, die Beiträge von Gottfried Locher mit Werbung einzuleiten und ab ubd zu gar zu unterbrechen.
Der Ikea Spot nervt fürchterlich, wenn man ihn schon 20mal gehört hat.
Sehr geehrter Herr Locher, für mich ein neuer Gedanke Maria und Martha in einer Person zu sehen: Im den 90ziger Jahren war ich in St. PETERSBURG eingeladen,meine Freundin Lena organisierte Ausflüge, Ballett etc, bei meiner Freundin Mila wohnte und lebte ich die 6 Tage. Eines Abends beschlossen wir bei einem Spaziergang die weißen Nächte zu geniessen.Mila stand wie Martha in der Küche, traurig, so redete ich sie lange auf sie ein, bis sie bereit war mitzukommen. So war nun Maria Mila glücklich.
Wieso wird der Name des Gastes nicht ausgesprochen? Ist es in der heutigen Gesellschaft so anstossend geworden diesen Namen in den Mund zu nehmen und auszusprechen? Mit Bezug auf diese Biblische Begebenheit sollte meines Erachtens auch der Name Jesus ausgesprochen werden! Tja, aber leider wird auch hierzulande versucht, den Bezug auf Jesus Christus in vielen Bereichen einfach weg zu Philosophieren.
Ich erkenne in diesem Bild eine rebellische Reaktion des jugendlichen Velasques. Die christliche Lehre ist einerseits diskriminierend. Dieses krasse Unterscheiden hat das Bewusstsein stark gefördert und damit auch die menschliche Macht zum Guten und zum Bösen. Am Kreuz hat Christus die aufgerissenen Gegensätze bis zum Tod und zur Auferstehung wieder vereint. In dieser Phase leben wir heute. Wir müssen lernen, zwischen Gut und Böse das Richtige zu tun.
Eine wichtige Beobachtung meiner Tochter: im kleinen Bild bilden die Hände von Magda und dem Besucher ein Dach über der Maria, ein Zeichen für ihre auserwählte Bestimmung.
Lieber Herr Locher, wir machen jeden Tag ein Türchen auf und sind immer sehr gespannt auf das Bild und ihren Kommentar. Ganz herzlichen Dank für den gelungenen Adventskalender, ihre einfach gehaltenen Kommentare mit Humor und Understatement. Einfach super! Wir sind Fan! Schöne Weihnachtstage, T. Helbling und U. Leisinger
Schöne Betrachtungen und Reflexionen über Bilder aus theologischer Sicht. Bin doch etwas überrascht, da ich gelernt habe, dass Reformierte Bilder aus den Kirchen verbannt hatten. Aber vielleicht kann dies jemand erklären? Über dieses Bild von habe ich gerade bei WP unter D. Velazquez nach mehr Informationen gesucht, aber es war dort in dem Werksverzeichnis nicht zu finden. Warum? Es wäre schön, wenn man die Bibelstelle zum täglichen Bild auch angibt. Ansonsten eine schöne Idee. Gratulation!
Ich sehe es an 9.unterster Stelle, was zu
https://de.wikipedia.org/wiki/Christus_im_Hause_von_Maria_und_Martha
führt.
Eine relativ ausführliche Beschreibung (auf franz.) gibt es hier:
https://www.ktotv.com/video/00241883/le-christ-dans-la-maison-de-marthe-et-marie-de-diego-velazquez
"Sei mal Martha sei mal Maria" - für mich ist diese alte Frau in beiden Bildern hinter den jungen Frauen die gleiche Person und sozusagen das Gewissen: "es ist jetzt deine Aufgabe zu kochen" und "es ist jetzt deine Aufgabe den Gast zu unterhalten". "Schuster bleib bei deinem Leisten" - man kann nur eine Sache gut machen.
Ich kann mir vorstellen, dass die ältere Frau, Martha selbst ist, etwas gealtert aber immer noch mit einem weder glücklichen noch unglücklichen Ausdruck. Der Wink mit dem Finger weist m. E. darauf hin, dass sie auch mal Maria sein möchte, um die schöneren Seiten des Lebens nicht gänzlich zu verpassen.
Viele Weihnachtsgrüße aus Deutschland. Wir freuen uns schon jeden Morgen auf ein neues Bild und eine neue Geschichte. Dieser Adventskalender macht uns sehr viel Freude. Herzlichen Dank.
Ich kannte das Bild nicht. Ohne nachzudenken kam mir spontan eine mögliche Deutung, auf die der deutende Finger der alten Frau hinweisen könnte, nämlich auf die Versöhnung des Maria- Martha-Seins im Laufe des Lebens, ein Seelenzustand, in dem sich in der Jugend als ungerecht empfundene Gegensätze auflösen und eins werden.
An alle, die an diesem Adventskalender mitgearbeitet haben, herzlichen DANK!
Severin Rigoleth
Lieber Herr Blocher,
ein sehr schönes Bild habe sie uns präsentiert, mit interessanten Interpretationen. Ich sehe, zusammen mit meiner Frau, Mutter und Tochter (Martha) in der Küche, sich an Vergangenes erinnernd . Auf dem Tisch stehen vier Fische für 4 Personen (Gast, Mutter Maria und Martha), niemand aß damals mehr als einen Fisch. Die Mutter zeigt auf ein Bild, dass ein Ereignis der Vergangenheit zeigt. Nun steht Martha in der Küche und ihre Schwester ist die Mutter des Herrn.
Wer könnte die ältere Frau sein - neben Martha??
Ich habe in den Zügen Ähnlichkeiten entdeckt.. abee zu simpel wäre zu sagen, die Mutter, nein!
Vielleicht eine weitere Dimension?? Das 3. Bild im Bild.. ..Jahre später.... : sie , Martha selber ! gealtert, gemildert, zufriedener, abgeklärter, nicht mehr zornig... "geläutert"... auch ihre vorherige Rolle verstehend und schätzend.. eine weise alte Frau... wer weiss??
Übrigens, vielen Dank für Ihre fantastisch anregende Informationen!
Ich würde auch die Mutter nennen. Die Mutter im Hintergrund, stark und Gewissenhaft.
Dies könnte meine Mutter sein, meine Mutter in Ehren, eine starke Frau, bin ihr über alles dankbar wie sie meinen Lebensweg geprägt hat.
Eine Frau die im Hintergrund die Fäden zog, wie und was sich eine Tochter zu benehmen hat.
Den Eindruck habe ich auch - Welch ein schönes, interessantes Bild!
Vielen Dank für Ihren Adventskalender, Herr Locher. Sie bereichern unser Innenleben jeden Tag und bringen Ruhe in die hektischen Momente während der Adventszeit. Sie regen uns zum Nachdenken und Innehalten an.
Ich vermute, die Frau, die hinter Martha steht ist die Mutter von Martha und Maria.
... Wissenschaftler, die jeden Bezug zum praktischen Leben verloren haben; durch Berufspolitiker, die nie eine praktische Tätigkeit ausgeübt haben; durch Klimaaktivisten, die ihre Aktivität auf das Erstellen von Gesetzen beschränken; durch eine Coronapolitik, die Homeoffice als die Lösung für Berufstätigen ansieht weil es für sie schlicht keine Büetzer gibt, die hinaus in die Welt gehen müssen, um ihr Leben zu verdienen. Ja, ich bin wütend. Und vielleicht war ja Jesus (obwohl ich seine ...
Dieses Bild macht mich wütend. Warum? Weil es die heutige Situation in der westlichen Gesellschaft, wie sie sich mir darstellt, abbildet: Wissenschaft, abgehobenes Reden, theoretische Wahrheiten sind das Manna unserer heutigen Zeit, Praktiker mit einem gesunden Menschenverstand werden in die Küche verbannt, wo sie als ungebildete Unterhunde der ideologischen Intelligenzia zu dienen haben und deren Entscheide möglichst widerspruchslos akzeptieren müssen. Damit wir uns recht verstehen: ...
... es braucht beides. Eine solidarische Gesellschaft setzt Menschen voraus, die beides in sich vereinen: Denker UND Macher, setzt Menschen voraus, die sich gegenseitig achten und wertschätzen (wie es im Lied «Büetzer» von Gölä so schön zum Ausdruck kommt). Heute jedoch wird die Welt mehrheitlich durch sogenannte Denker beherrscht, durch CEOs, die ihr theoretisches Wissen auf ihre frustrierten Untergebenen, die lediglich als hirnlose Praktiker angesehen werden, loslassen; durch ...
... Wissenschaftler, die jeden Bezug zum praktischen Leben verloren haben; durch Berufspolitiker, die nie eine praktische Tätigkeit ausgeübt haben; durch Klimaaktivisten, die ihre Aktivität auf das Erstellen von Gesetzen beschränken; durch eine Coronapolitik, die Homeoffice als die Lösung für Berufstätigen ansieht weil es für sie schlicht keine Büetzer gibt, die hinaus in die Welt gehen müssen, um ihr Leben zu verdienen. Ja, ich bin wütend. Und vielleicht war ja Jesus (obwohl ich seine ...
... Botschaft der Liebe als DIE Botschaft des Friedens und der Freiheit anerkenne und achte) auch ein bisschen ein Theoretiker, ein Abgehobener, der aber nichtsdestotrotz angewiesen war auf die arbeitenden Hände im Hintergrund. Die arbeitenden Hände im Hintergrund, die auch über ein denkendes, fühlendes Herz verfügen, das viel zu sagen hätte, würde es von den Massgebenden überhaupt gehört werden wollen.
Mit Büro u so, ha'ni nüt am Huet,
U drum isch es guet git's Di.
U wöu du nid chasch schufle u pickle,
Muesch sägä, guet git's mi...
Adventskalender, 19.12.2021
Beim Bild im Bild könnte es sich um eine Durchreiche von der Küche in das Esszimmer handeln. Evtl. weist die mysteriöse, alte Frau darauf hin, dass das Essen bald aufgetragen werden sollte. Der Zeitstress belastet Marta zusätzlich. Der Gast wartet und ist vielleicht schon etwas ungeduldig.
Sehr schön interpretiert und ausformuliert. Super dass es keine Werbeunterbrechung hatte! 😃
Einfach super dieser Adventskalender. Toll von der Weltwoche und Herrn Locher.
Guten Tag allen staunenden Betrachter des Weltwochen-Adventskalenders ! beim heutigen Bild
könnte sich das dritte Frauenbild um das ratende und mahnende Gewissen in der Figur Martas Mutter sein. Der leicht erhobene Mahnfinger könnte beides bedeuten!