Die Weltwoche machte diese Woche publik, dass die Post zwar die Preise für A- und B-Briefe erhöht. Die entsprechenden Briefmarken sind aber noch gar nicht verfügbar.
Ein A-Post-Standardbrief (bis 100 Gramm) kostet künftig statt 1 Franken neu 1.10 Franken. Ein B-Post-Standardbrief (bis 100 Gramm) muss ab dem 1. Januar statt mit 85 Rappen neu mit 90 Rappen frankiert werden.
Der Beitrag löste viele Reaktionen bei den Lesern aus. Die allermeisten haben für das Vorgehen des gelben Riesen kein Verständnis.
Auf Kritik stösst das Verhalten auch beim Konsumentenschutz. «Aus Kundensicht ist es unverständlich, dass die neuen Briefmarken und die Ergänzungswerte von 5 und 10 Rappen erst so spät erhältlich sind», sagt André Bähler, Leiter Politik und Wirtschaft bei der Stiftung für Konsumentenschutz Schweiz.
Doch der Flop geht noch weiter. Die als Weihnachtsgeschenk beliebten Webstamps – Kinder können diese selber gestalten und Götti/Gotte, Grosseltern et cetera schenken – sind ebenfalls nicht mit der neuen Frankatur erhältlich, wie der PC-Tipp nun bekannt machte.
Die Post macht dafür «rechtliche und technische Gründe» geltend.
Der Staatskonzern scheint tief in den 1990er Jahren steckengeblieben zu sein. Technologisch und was die Kunden-Orientiertheit betrifft.
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Der Artikel ist ganz schlecht recherchiert
Die neuen Marken stehen bereit! Und 1.10
gabs immer" Bärlauch". -.10 "Eierschwämme" auch. 5 Rappen bestellen ab 13.12.
Hätte ich von der Weltwoche nie erwartet!!
Sehr geehrter Herr Brechbühl
Das von Ihnen genannte trifft auf freiwilliger Basis auf die Swisscom zu. Bei der Post ist ihr Vorwurf lächerlich und sie scheinen die Fakten nicht zu kennen. Erstens gibt es im Paketbereich schon sehr lange kein Monopol mehr. Und wichtiger, die von Ihnen so bejammerte Dividendenabführung an den Bund sind 50 Millionen Franken, bei einem Umsatz von 7 Milliarden Franken. Die 50Mio sind übrigens bei einem Eigenkapital von fast 7Milliarden eine Verzinsung von nur 0.7%!
Die wirkliche Sauerei ist eine andere: Die Schweizerische Post ist gewinnorientiert und zahlt jedes Jahr Dividenden an ihren einzigen Aktionär, nämlich die schweizerische Eidgenossenschaft.
Wenn wir jetzt diesen Pseudo-Privatwirtschafts-Schwindel weglassen, so kommt es auf etwas anderes heraus: Da wird klammheimlich, ohne parlamentarischen Gesetzesbeschluss, am fakultativen Referendum und somit auch am Volkswillen vorbei, eine EIDGENÖSSISCHE TRANSPORTSTEUER auf Briefe und Pakete erhoben!
ich finde es ja herzig, über was man sich in Bünzlistan so richtig aufregen kann. Derweil gut ein Drittel der Bevölkerung von kulturellen Veranstaltungen einfach ausgesperrt wird, derweil in BS ungeimpfte Kinder in der Schule Masken tragen müss(t)en, geimpfte dagegen nicht - keine Diskriminierung, politisch korrekt? Daher meine Empfehlung: Kleben Sie einfach Volg- oder coop-Märggli auf anstelle der fehlenden "Ergänzungswerte". Damit sind Sie grosszügig und der Pöstler hat ein Rechenproblem!
Es ist ganz einfach: Ich klebe einfach ein 5i oder 10ni neben die alte Briefmarke. 🤣 Luxusproblem gelöst! 💯
... ich habe keine 5i und keine 10ni, weil ich nur noch online einkaufe, als konsequenter Maskenverweigerer.
aber die Erhöhung ist erst ab 1.1. und ab Montag 13.12.2021 können Sie die Marken bestellen auch die 5 Rappen Marken!
Jetzt wird wohl alles besser! Jetzt wird doch der langjährige Präsident der Sozialdemokraten, durch die Drehtüre der Post gehen und er wollte doch vor der Türe schon ein Eintrittsgeld für den Durchgang kassieren! Wir können die berechtigte Hoffnung haben, alles wird besser!
Es passt alles ins Gesamtbild der Post. Abbau des Service public, verschwindende Postfilialen, schlecht ausgebildetes Personal und jetzt die fehlenden Marken trotz Preiserhöhung. Aber die Chefetage kassiert munter weiter. Es ist an der Zeit, dass dieser Stall endlich ausgemistet wird!
Da müssen Sie ganz zuoberst anfangen und das heisst Sommaruga ausmisten. Dann werden gleich sehr viele andere Baustellen eliminiert.
Und wie immer in Staatsbetrieben, niemand ist schuld !
Die Post.ch AG ist schon lange kein Staatsbetrieb mehr. Wann war die letzte Tarif erhöhung?
Da man weder 90er noch 1.10er Marke erwerben kann, spekuliert wohl die Post, dass man einfach zwei 90er oder zwei 1.10er Marke draufklebt. Zumindest sollte man aber die alten Marken benützen dürfen, so lange die neuen nicht verfügbar sind.
Wollen Sie jetzt heute schon die neuen Tarife auf ihre Briefe kleben? 1.10 gabe es schon immer, eine sogenannte Dauermarke, die -.10 ebenso" Eierschwämme", 5 Rappen kann man ab Montag bestellen im Postshop, auch die anderen neuen ergänzungs Marken. Bald auch in den Filialen!
Checken Sie den Postshop! Sie müssen nicht zuviel bezahlen!
Nachdem bei der Post der Entscheid über die Preiserhöhung gefallen war, wäre es wohl eine völlig logische und simple Führungsaufgabe gewesen, sicherzustellen, dass die nötigen Anpassungen rechtzeitig erfolgen. Da aber die Führung aus politischer Klientelwirtschaft geboren wurde, kann, ja darf das nicht von ihr verlangt werden. Als Kunden sollten wir Genügsamkeit üben, wie alle Bewohner sozialistischer Paradiese.
Es gibt bis auf die 5 Rappenmarken alle Marken, wenn Sie also jetzt schon mehr Porto zahlen wollen, nur zu ! Ab Montag können Sie auch 5er bestellen.
Man muss nur schauen bei wem dieses Dossier angehängt ist…. Dann hat man keine Fragen mehr ….
Mein Gott, habt Ihr denn wirklich keine grösseren Probleme? Aber langsam wird es offensichtlich, die WW schiesst einfach aus Prinzip gegen alles, was aus Bern kommt. Das wird wohl auch der Hauptgrund sein, warum die WW ohne Fakten intensiv gegen das Impfen und das Zertifikat schiesst und sich damit ins Lotterbett von Verschwörungstheoretikern, Spiritualisten, Esoterikern, Lernunfähigen, Berufsquerulanten und Leute, die keine Verantwortung tragen und machen was sie wollen, etc. legt.
Was das Impfen und das Zertifikat angeht, muss ich Ihnen leider Recht geben.
Erstaunt mich, aber herzlichen Dank. Freue mich natürlich sehr, dass es hier doch nicht nur 100% Zustimmung zu dem gibt, was die WW postuliert, ... fast schlimmer als in den Medien des ehemaligen Ostblocks 😉
Ausserordentlich beunruhigend Ihre Haltung.
Verurteilung und Diffamierung ist ungesund.
Briefmarken sind doch nur noch etwas für Briefmarkensammler. Was soll das Gejammer?
Die Post ist und bleibt ein Ärgernis. Sei es am Schalter, oder im Web. Am Schaltet Schlangen und Wartezeiten, welche nichts mit einer Dienstleistung zu tun haben, im Web ist der Auftritt eine Katastrophe und unübersichtlich. Bei den Briefmarken bleibt sich der Saftladen treu.
Ja, ja, der typische Schweizer Bünzli "Jammern ohne zu leiden" und aufgestachelt von der Weltwoche einfach gegen alles schiessen und sich beklagen, was aus Bern kommt. Solche Leute haben auch absolut keine Ahnung wie Post, Bahn, Public Service, Schulen, Gesundheitswesen, Altersvorsorge, Politik und Wirtschaft, etc. ausserhalb der Schweiz funktioniert.
Ich kann Sie beruhigen. Die von mir genannten Missstände waren mir schon ein Ärgernis vor diesem Artikel. Auch ist mir der Service am Schalter aus früheren Zeiten noch in Erinnerung, als genügend Personal eingesetzt wurde. Der Netzauftritt der Post kann mit anderen Firmen ja verglichen werden. Wenn die Schweiz sich am Ausland orientieren muss, um ihr Downgrading zu rechtfertigen, so haben Sie es nicht verstanden, oder sind Teil des Problems.
Einverstanden, man kann Gutes immer noch besser machen und dass früher sehr viel mehr Personal eingesetzt wurde, stimmt auch, doch das hatte seinen Preis. Auch die Post kann heute nicht mehr auf grenzenlose Subventionen bauen, sondern muss wirtschaftlich sein und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen. So gesehen und unter diesen und weiteren Rahmenbedingungen macht die Post einen recht guten Job, aber es ist eine Gratwanderung zwischen Perfektionismus, Wirtschaftlichkeit und Service Public.
Einverstanden. Auch bei Privatfirmen hängt man endlos in der Warteschlaufe am Telefon. Die Gratwanderung ist nachvollziehbar. 😉
Was erwarten Sie von einem linken Departement? Leuthard ist auch eine Linke. Planwirtschaft hat noch nie funktioniert
Wollen Sie den jetzt schon die neuen Tarife bezahlen? Gilt erst ab 1.1. Sie können jede Menge Briefmarken bestellen, ausser die 5 Räppler, die ab 13.12. Wo ist das Problem?
Genau diese Art von "Visionen" machen vieles kaputt. Dafür gibt es dann Posten und Boni.
Das Prinzip von "Treu und Glauben" sollte ernsthaft angewendet werden. So ist dieses Prinzip in den vergangenen Dekaden zur Floskel zerlumpt.
Produktion, Vertrieb und Gestaltung der 5 Rappen Briefmarke ist extrem teuer. Die Post hätte im Jahr 2022 doch besser 90 Rappen- Briefmarken verkauft und bei einer Frankatur von 85 Rappen ein Auge zugedrückt. Das nennt man Sparen.
Die Rolle der Post als einer der grössten Arbeitgeber des Landes und gleichzeitig grösster Logistiker, Software-Plattformbetreiber (Banken, E-Patientendossier usw.), Finanzhaus, Konkurrent der Druckbranche und gleichzeitig Monopolist sollte endlich politisch hinterfragt und transparent aufgezeigt werden.
Bevor man für eine solche "Durchleuchtung" Zeit und Geld aufwendet, könnte man vielleicht noch bedenken, dass die Zuverlässigkeit der Schweizerischen Post im weltweiten Vergleich einen der Spitzenplätze belegt. Ich persönlich möchte eine Organisation, die so hervorragende Arbeit leistet, nicht mit Untersuchungen und Transparenz-Forderungen belasten.
Herzlichen Dank 👍🏻
Es wird 90 Rappen Briefmarken geben, sogar im 2021, ebenso die 5 Rappen Marke. Auch ganze Briefmarken Rollen! Stellen Sie sich vor die Weihnachtsbriefmarke wäre schon .-90/1.10, das gäbe eine Revolution!
Der Artikel ist ganz schlecht recherchiert !