Manchen Menschen fehlt alles, was ein guter Politiker braucht: Feuer, Leidenschaft, Ausstrahlung, Redetalent.
Olaf Scholz etwa, Annalena Baerbock oder Angela Merkel.
Dann gibt es politische Ausnahmetalente, die elektrisieren und mobilisieren: Christian Lindner oder Sahra Wagenknecht.
Und Boris Palmer, grüner Oberbürgermeister von Tübingen. Aber kann man ihn noch in dieser Partei verorten, die ihn hinauswerfen will?
Ein Ausschlussverfahren läuft, und parallel dazu ein Verfahren zur Nominierung des Kandidaten für die Wahl des Oberbürgermeisters.
Da sich beides ausschliesst, tritt Palmer nicht mehr an.
Damit verlieren die Grünen den prominentesten Vertreter jener Richtung, die ihnen Wähler in der bürgerlichen Mitte erschloss.
Von der AfD wird gefordert, sich von radikalen Elementen zu trennen. Die Grünen gehen den umgekehrten Weg: Bürgerliche Feigenblätter verwehen in alle Winde. Darunter kommt der totalitäre Kern zum Vorschein.
Die Grünen waren nie bürgerlich.
Jetzt, da man endlich regiert, braucht man sich nicht mehr zu verstellen.
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Palmer ein Ausnahmetalent? Anscheinend reicht für dieses Attest möglichst regelmässig abstruse Thesen zu äussern und im politischen Porzellanladen herumzutrampeln. Provokationen sind nicht unbedingt mit Innovation gleichzusetzen, irre Ausfälle nicht mit drängendem Temperament. Wenn solches Theater als Qualifikation und zur Veredelung als politisches Ausnahmetalent genügt sollten die Masstäbe überdacht und deutlich gesteigert werden. Um Krakeeler wie Palmer ist jedes Aufsehen müssig.
Ich sehe auf dem Bild das Flackern in den Augen von Herr Palmer.
Ich glaube, seine politische Karriere ist beendet.
Die Grünen in Deutschland waren nie bürgerlich, sowenig wie die Grünen in der Schweiz. Als Links kann man sie auch nicht bezeichnen. Bei gewissen Themen sind sie sogar sehr rechts. Sie wollen das Militärbudget aufstocken, sie wollen Impfzwang, sie verbreiten Russen-Hass, sie wollen die Nato vergrössern, alles Dinge die das Gegenteil von grün sind. Umweltschutzproblemen weichen sie aus. Nicht einmal eine simple Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen haben sie durchgebracht.
Herrn Lindner halte ich für einen Blender und eine ausgewiesene Windfahne - also genau passend zu einer sich FDP nennenden Partei.
Was von diesem Herrn Palme zu halten ist, das darf man hier und anderswo vermutlich gar nicht sagen. Mit grüner oder gar bürgerlicher Gesinnung haben jedenfalls seine letzten Äusserungen überhaupt nichts mehr zu tun. Oder Gott bewahre mich vor solchen Bürgern. Dieser Mensch steckt offenbar nicht nur in der falschen Partei, sondern auch im falschen Jahrhundert.
Sahra Wagenknecht elektrisiert mich durchaus, Christian Lindner nicht. Er spricht zwar mit Leidenschaft und Feuer aber zumeist ohne ernst gemeinten Inhalt, wie wir in den Wochen seit seiner Ernennung zum Minister Tag für Tag verfolgen dürfen. Und auch Boris Palmer hat schon viel Unsinn geredet, gerade zur Corona-Politik. Aber in einer Demokratie darf jeder sagen, was er will. Das fördert die Diskussion um gute Ergebnisse. Schlechte Argumente entlarven sich selbst - wir brauchen diese Leute!
Grün und bürgerlich? Wer je solches glaubte, verkannte und verkennt die Realität. Sie waren schon immer die Melonen der Politik: aussen grün und innen rot!
Melonen sind gesund. Für die Grünen würde ich sagen: aussen grün und innen camouflage (Tarnfarbe mit viel schwarz und braun und etwas olivgrün).
Ich bin mir nicht so sicher, was am feurigen Eintreten für die Impfpflicht samt Forderung, Nicht-Geimpfte in Beugehaft zu nehmen und nichtgeimpften Rentnern die Rentenzahlung vorzuenthalten so dezidiert bürgerlich ist.
Eine Wahlanalyse direkt nach der letzten Bundestagswahl ergab, dass weit über 80% der Grünen-Wähler reiche Städter und ihre indoktrinierten Kinder sind. Es ist dasselbe wie in der Schweiz und überall auf diesem Planeten: man muss es sich leisten können, die Grünen zu wählen! Noch 3 Jahre, dann sind sie abschussreif, weil sie überall wo sie regieren, die Volkswirtschaften und das Sozialgefüge in den Ruin getrieben haben.
Jedem Deutschen war schon vor der Wahl klar, was es bedeutet wenn die Grünen mitregieren.
Die grünen Vorstellungen haben nun garnichts mit den Vorstellungen des Großteils der deutschen Bevölkerung zu tun.Sympathisanten gibt es, die gehören aber einer gut situierten Schicht an, der es egal ist, wie hoch die Energiepreise sind. Es zeigt sich eindeutig, daß diese neue Regierung noch schlechter ist, wie die, die wir hatten. Regiert wird gegen die Interessen des Volkes.
Ein Lokalproblem aus Schwobistan. Warum werde ich als Weltwoche-Leser damit belästigt?
Ich hatte die Weltwoche als schwobistanischer Leser mal ein Jahr lang abonniert. Ich war zufrieden, aber trotzdem war sie mir etwas zu schwiizlastig und ich habe sie wieder abbestellt. So etwas registriert man seismographisch in der Förrlibuckstrasse.
Jürg Brechbühl, ich schätze ihre Beiträge und Sie machen den Eindruck eines gebildeten und gut informierten Lesers zu sein. Aber in Bezug auf Schwobistan, od. besser Islamistan, liegen Sie falsch. Was heute in Schwobistan abgeht wird morgen auch bei uns so sein, wenn es nicht sogar schon heute so ist. Leider....
Wir sollten nicht ständig wie die hypnotisierten Chüngel auf das starren, was andere andernorts falsch machen, sondern darauf fokussieren, unseren eigenen Laden in Ordnung zu bringen.
Man kann tausend Sachen falsch machen im Leben. Unsere Politiker merken es meistens nicht einmal. Sie sind das Lügen und Herausreden gewohnt und die Stimmbürger haben ein kurzes Gedächtnis und erinnern die Versprechen von gestern nicht. So werden unsere Politiker nie an ihre Pflichten erinnert.
Sie haben schon recht. Aber unser System ist in praktisch allen Bereichen so durchtränkt von Deutschen, dass ich oft das Gefühl habe in einem deutschen Bundesland zu leben. Vielleicht ist das in Eggiwil noch anders, hoffentlich.
Bei uns in Schwobistan halten die Türken den Laden zusammen. Ich denke, in der Schweiz sind die Deutschen nicht nur als Urlauber leidlich "geduldet", sondern es könnte unwahrscheinlicherweise und schweizerseits nur sehr schwer unter Murren und Knurren zuzugeben auch so sein, dass die Deutschen nicht nur das dortige Sozialsystem ruinieren. Klar, als autochthoner Eidgenosse tut man sich schon schwer mit fremdländischen Klängen, und seien sie noch so alemannisch-chaibisch.
Die Schweiz war immer derjenige Teil des deutschen Sprachgebiets, der eben gerade NICHT das tut, was die Mehrheit jenseits des Rheins tut. Zwar gab es in der Vergangenheit bedenkliche Annäherungen an den nördlichen Nachbarn - im Zweifelsfall hat man sich politisch aber noch eher an Frankreich gehalten, als sich den deutschen Politikvorstellungen zu unterwerfen. Schlecht ginge es der Schweiz, wenn Frankreich und Deutschland sich wirklich einmal einigen und nicht nur davon reden würden.