Wer illustriert haben will, wie planlos, beliebig und unbegründet die aktuelle Pandemie-Bekämpfung der Behörden funktioniert, muss an die laufende Wintersession der eidgenössischen Räte in Bern.

Da die Fallzahlen (die sollten eigentlich nicht mehr wichtig sein, weil die Leute durch die Impfung vor schweren Krankheitsverläufen geschützt sind – aber was interessiert die Experten ihr Gerede von gestern) wieder stiegen, führte das Parlament vor einigen Tagen erneut eine Maskenpflicht ein.

Gleichzeitig wurden in den Wochen zuvor die Plexiglaswände zwischen den Volksvertretern abmontiert. Resultat: Die Politiker sitzen nun stundenlang Kopf an Kopf nebeneinander.

Die Einführung der Maskenpflicht hatte ebenfalls eine absurde Auswirkung. Ursprünglich sollten nur jene einen Mundschutz tragen müssen, die nicht geimpft sind. Jetzt weiss im Bundeshaus niemand, wer sich das Vakzin spritzen liess und wer nicht.

Dass die gleichen Verantwortlichen genauso kopflos reagieren, wenn es um die Corona-Strategie für das ganze Land geht, kann deshalb nicht erstaunen. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, grundsätzlich über die Bücher zu gehen. Doch dazu ist in Bundesbern leider niemand bereit.