Die Grüne Annalena Baerbock verkörpert so ziemlich alles, was eine Zeitgeistpolitikerin im Deutschland der Gegenwart verkörpern kann: wenig Bildung, aber eine grosse Einbildung, Moralismus statt Realismus als Leitstern, daraus abgeleitet eine gewisse deutsche Weltbelehrungsarroganz und ein Talent, im diplomatische Verkehr alle vor den Kopf zu stossen, die die Dinge ein wenig anders sehen.
Daneben legt sie viel Wert auf Schein (teure Kleider, teure Frisuren, auf Kosten der Steuerzahler natürlich), ein Mannequin auf dem Flugzeugtreppenlaufsteg, was wiederum in einem für diese Kreise durchaus typischen Widerspruch zum klimakatastrophischen Habitus steht.
Kurz: Schlimmer geht nimmer. Dachten wir.
Ihr Nachfolger an der Spitze des Aussenministeriums, CDU-Mann Johann Wadephul, schien da aus anderem Holz geschnitzt zu sein. Kommt jetzt bürgerliche Solidität zurück?
Vielleicht sollten wir uns nicht zu früh freuen. Bevor er auch nur im Amt ist, holt ihn eine Aussage ein, die Baerbocks aussenpolitisches Irrlichtern noch in den Schatten zu stellen droht.
«Russland wird immer ein Feind und eine Gefahr für unsere europäische Sicherheit sein», sagte er im Februar 2025 gegenüber russischen Komikern, die sich am Telefon für Selenskyj-Vertraute ausgaben.
Auf so was hätte auch eine Baerbock hereinfallen können. Aber auch sie hätte nicht tiefer ins Fettnäpfchen treten können.
Wadephul beklagt sich nun, der Vorfall zeige, wie stark Russland in den deutschen Wahlkampf eingegriffen habe.
Gegenthese: Zeigt der Vorfall nicht vielmehr, wie der künftige deutsche Aussenminister über eine zentrale Frage der aktuellen Politik denkt, wenn er die Maske fallen lässt?
Das verheisst nicht unbedingt Gutes für die Zukunft Deutschlands, für die Zukunft Europas. Feindbilder auf «immer», das hielten wir noch gestern für von gestern.
Mit dieser Einstellung hat er sich als Außenminister bereits disqualifiziert!
Es ist nur armselig und peinlich was deutsche Politiker absondern. Russland hätte 27 Millionen Gründe uns auf ewig als Feind zu bezeichnen. Jeder der schonmal in Russland war weiß wie offen uns Deutschen begegnet wird, ohne Vorurteile und Diffamierungen. Das aktuelle gigantische Verschuldungsprogramm für Militär und Infrastruktur sowie die permanente Hetze gegen Russland erinnern jeden Geschichtsbewusten an eine längst vergangen geklaubte Epoche. Man schämt sich nur noch als Deutscher.
So hat D nun wieder seinen zweiten Ribbentrop. Wir werden das genau beobachten. Wenn die Krauts wieder durchdrehen müssen wir wohl unsere alten Sherman‘s wieder aus der Mottenkiste raus holen.