US-Aussenminister Marco Rubio hat deutlich gemacht, dass die Vereinigten Staaten nicht länger die Hauptlast der Nato-Finanzierung tragen wollen. «Wir können das nicht weiter subventionieren», sagte er in einem Interview mit Fox News. Die wohlhabenden Nato-Mitglieder in Westeuropa hätten ihre Verteidigungsausgaben jahrzehntelang vernachlässigt und sollten nun selbst mehr investieren.

Rubio reagierte damit auf Äusserungen des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, der Washington eine gleichgültige Haltung gegenüber der europäischen Sicherheit vorgeworfen hatte. Die grösste Bedrohung für die Nato sei jedoch nicht die US-Politik, sondern das unzureichende militärische Engagement vieler europäischer Mitgliedsstaaten, so Rubio weiter.

Präsident Donald Trump fordert eine deutliche Anhebung des Nato-Verteidigungsetats. Statt der bisherigen 2 Prozent des BIP sollten die Mitgliedsländer künftig 5 Prozent aufwenden. Trump hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, den Verbleib der USA in der Allianz an höhere europäische Beiträge zu knüpfen.