Zwei Drittel der Weltbevölkerung gehen davon aus, von Regierungen und Medien belogen zu werden. So das Resultat des neuesten Trust Barometer: Seit zwanzig Jahren erhebt die Kommunikationsberatung Edelman in einer jährlichen Umfrage, wie es um das Vertrauen in wichtige Institutionen steht. Für die Untersuchung wurden etwa 36.000 Personen aus 28 Ländern online befragt.
Linderung in der Vertrauenskrise erhoffen sich die Umfrageteilnehmer von unverhoffter Seite, nämlich aus der Privatwirtschaft: Nachdem offenbar Regierungen und Medien als schlechte Problemlöser wahrgenommen werden, erwartet eine Mehrheit, dass sich Firmen und ihre Manager um die Lösung gesellschaftlicher Probleme kümmern.
Das ist verständlich. In vielen alltäglichen Erfahrungen zeigen sich private Unternehmen den staatlichen Organen überlegen. Manager aus der Privatwirtschaft wissen in der Regel, wie man realistische aber ambitionierte Ziele setzt und diese auch erreicht. Von diesem Denken braucht es mehr in der Politik.
Andererseits muss es scheitern, von Firmenlenkern die Erlösung der Welt zu verlangen. Die Privatwirtschaft funktioniert eben so gut, weil sich die Unternehmen in erster Linie an den Bedürfnissen ihrer Kunden orientieren – nicht an grossen, abstrakten Plänen.
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Ein Unternehmer, welcher in die Politik geht, wird zum Politiker und funktioniert nach den Regeln der Politik. Somit nicht die Lösung. Mein Vorschlag: Weniger Staat, mehr Freiheit - das heisst In der Praxis: Laissez-faire Kapitalismus, Wettbewerb, Schutz des Eigentums, Eigenständigkeit des Bürgers. Abbau des Staatswesens mit Beschränkung auf die Kernfunktionen. Der Rest ergibt sich von selbst.
Die bessere Hälfte der Unternehmer und Manger lassen sich besser nicht auf die Politik ein, denn dort werden sie von den gleichen Journalisten und sonstigen Schreiberlingen und Medien verheizt, die sie gestern gelobt haben.
Wie war doch Vincenz und Horta über den Klee gelobt worden, und wo haben sich jetzt die Stiefellecker der Medien verkrochen?
natürlich haben die Erfahrungen gezeigt, dass Manager in der Privatwirtschaft ebenso gut sind wie jene in der Verwaltung. Aber nur beim schönen Wetter.
Wenn z.B. Masken fehlen , deren Bewirtschaftung 2018 der Privatwirtschaft übergeben wurde, dann ist das nur ein Beispiel.
Weitere Beispiele: Swissair, Studer, Ospel, Vasella, Thiam, Vincenz, Horta-Osório ....
Ausgerechnet jene Manager, die ihren Angestellten gegenüber die staatlich verordneten Massnahmen willfährig nachbeteten und mittels freiwilliger Zerzifikatspflicht zum impfen nötigten. Diese Leute sind in den gleichen Narrativen verhangen. Was wir jetzt brauchen mutige fähige Bürger, die unsere neue Regierung bilden, die sich jenen verfplichtet fühlen, die sie einst gewählt haben.
Eben, und die Kundschaft ist in diesem Falle die gesamte Bevölkerung des jeweiligen Landes. Das Produkt: Freiheit und Wohlstand. Also wozu Pläne, agiert man marktwirtschaftlich frei, bedient man automatisch die Nachfrage……..
Ja genau. Beispiel Post AG: man nehme einen Ex-McKinsey Mann als CEO und einen ahnugslosen sozialistischen VR-Präsidenten und - schwuppdiwupp - wird die Post durch Zukäufe ein Gemischtwarenladen, Poststellen werden im Dutzend geschlossen, Brief- und Pakettaxen werden ohne Not angehoben. Die Gewinne und Managerboni steigen, der Kunde kann nur bedingt ausweichen wegen der Quasimonopolstellung der Post. Neoliberalismus anstelle des Staates ist definitiv nicht die Lösung.
Es bringt nichts sich ueber Politik sowie Medien zu beschweren. Wir haben die Bundesverwaltung, die sich als einmalige Geldvernichtungsmaschine entwickelt hat. Die Medien sowie die Politik muessen dort ansetzen. Das BAG ist ueberfordert und kennt kein Kostendenken. Diese Organisation ist verantwortlich fuer die uebeteuerten Medikamente in der Schweiz mit deren irren Anfoderungen. Da ist ein wahnsinnig grosses Sparpotential vorhanden. Die NGO sollen nicht mehr
weiter subventioniert werden, usw.
Richtig ist: das Vertrauen in die Politik, die Behörden und die Medien sind futsch. Falsch ist: jetzt sind Manager aus der Privatwirtschaft gefragt. Richtig wäre: jetzt ist das Volk gefragt. Denn würde das Corona-Debakel mit dem gesteuerten medialen Einheitsbrei und die Finanzmisere folgenlos auf das Verhalten der Bevölkerung bleiben, wäre dies kein gutes Omen für die Zukunft.
Die Milliardäre aus der Privatwirtschaft als Staatspräsidenten wurden doch 2021 gleich reihenweise nicht wiedergewählt in den USA, Chile, Tschechien. Es ist schon ziemlich naiv von der Weltwoche, dass privatwirtschaftlichere Manager die ethischeren Menschen seien, die die Staatsbetriebe effizienter und besser führen könnten und dann käme das Vertrauen der Bevölkerung wieder zurück. Meist wissen diese Typen eh nichts besseres als den Staat brachial zu zerlegen & zertrümmern. Besser wirds kaum je!
Der Internethandel mit Konsumgüter wird sich auf wenige Grossisten (wie Amazon etc.) verteilen.
Vor Ort jedoch, sind meiner Meinung nach, der Kleinhandel mit Esswaren und Produkten des täglichen Bedarfs im Vorteil. Vor allem im Dienstleistungssektor, z.Bsp. der Kleinransport, der Paketdienst, die Werkstätten, die Herstellung von Kunst und Einzelprodukten, die Gastronomie, der Tourismus etc. hat die Privatwirtschaft ihre Stärke. Dieses zu Schwächen, dahin zielen die Coronamassnahmen.
Lieber Florian Schwab, die Privatwirtschaft hat das Heft schon lange in die Hand genommen. Apple, Amazon, Microsoft, BlackRock, Vanguard, Alphabet, Facebook und Zalando und Konsorten bestimmen vollends unser tägliches Leben. Man muss sich schon anstrengen, um tagtäglich Vorkommnisse oder Tätigkeiten zu entdecken, welche nicht unter dem Einfluss der vorgenannten Unternehmen stehen. Die Politik ist zu einem jämmerlichen Volkstheater verkommen, mit Darstellern zum Weinen.
Richtig - und die Regierungen der Welt sind zu deren Spielbällen geworden, weil sich die Politik so leicht kaufen lässt. Welchen Parlamentarier interessiert schon der Volkswille, wenn jeden Tag abertausende von Dollars, Euros und Franken, "gespendet" von den Gigakonzernen und Bill Gates Stiftungen auf das Konto fliessen. - Zusätzlich zu den 200'000 Franken Sitzungsgeldern (ohne Spesen!) - wovon 33'000 STEUERFREI!! Und das für 4 x 3 Wo Bern. Also, Immer schön brav im Mainstream mitschwimmen ...
Gratuliere Ihnen, werte Stauffacherin. Bei den von Ihnen erwähnten Unternehmen, sollte schon längst die Wettbewerbskommission einschreiten und BlackRock und Vanguard sollte man ohne wenn und aber in der Schweiz verbieten.
Für mich kommt nur jemand aus dem Covid Widerstand auf den Wahlzettel. Egal welche Partei.
Was soll man denn noch von der echten Privatwirtschaft erwarten können? Sie werden ja durch die Plandemie so kaputt gemacht. Dass man lieber Milliarden, als angebliche Hilfe, in die Firmen buttert, statt in das Gesundheitswesen kommt ja nicht von Ungefähr. Verschuldete Firmen sind abhängig vom Geldgeber. Gehört Alles zur Plandemie. Kleine Firmen lässt man bankrott gehen, lukrative Firmen lässt man verschulden um sie zum Spottpreis übernehmen zu können. Ist ja nur so eine Verschwörungstheorie!?
Diesen Glauben in die Privatwirtschaft habe ich nicht. Zuviele verbrecherische Machenschaften in den Grossfirmen sprechen dagegen - und die Kleinen haben vermutlich bloss keine Gelegenheit zu grossen Verbrechen. Ich sehe als einzigen Ausweg, dass Verantwortung endlich wieder eine Bedeutung bekommen muss. Das Geschwafel von den immer sich nur ausweitenden Rechten muss aufhören und es müssen auch die dazugehörigen Pflichten wieder erfüllt werden.
Kunde versus Bürger.
Privatwirtschaft versus Staat.
Manager versus Beamte.
STOPP - ich will kein Klient sein, dessen Bedürfnisse der Staat kennt, ich will ein Staatsbürger sein, mit all seinen Pflichten und Rechten.
... der Schnüffel- und Überwachungsstaat weitet sich zunehmend wie eine Krake aus! Und unbedarfte bzw. überforderte (Amateur-)Politiker segnen alles ab! Leider!!!
Diese Pandemie hat unweigerlich und klar die wahren Menschen hervor hervorgebracht.
ja und nein.
Die meisten haben sich nie geäussert, weil es für sie gar nicht relevant war:
Dann gab es jene, die vorher schon immer jammerten, und in der Pandemie noch mehr.
Dazu jene, die in der Pandemie ohne Arbeit besser lebten als je zuvor, die sagen lieber nichts.
Und jene, die wirklich die "Opfer" sind, müssen sich für jeden cent rechtfertigen, den sie erhalten.
Und klar, die Missbräuche, welche von der naiven Geldverteilungsmaschinerie von Ueli profitiert haben.
Macron hat doch aus der Privatwirtschaft in die Politik gewechselt und bei dem Führungsstil kräuseln sich die Zehennägel.
Wilhelm Röpke in ‘Jenseits von Angebot und Nachfrage’: «Selbstdisziplin, Gerechtigkeitssinn, Ehrlichkeit, Fairness, Ritterlichkeit, Masshalten, Gemeinsinn, Achtung vor der Menschenwürde des anderen, feste sittliche Normen – das alles sind Dinge, die die Menschen bereits mitbringen müssen, wenn sie auf den Markt gehen und sich im Wettbewerb miteinander messen.» An dem allen mangelt es in Politik, Medien und Behörden, aber auch in der Privatwirtschaft!
1958, als Röpke das geschrieben hat, waren wir auch noch nicht so eine konsumgehirngewaschene Mimimi-Egogesellschaft! Es gab noch den guten alten Industriekapitalismus, im Ostblock ein Konkurrenzwirtschaftssystem, welches die Arbeitgeber zum Masshalten bei der Renditeausbeute zwang, starke Betriebsräte & vor allem noch keinen Finanzspätkapitalismus & exorbitante Bonussysteme selbst für Manager die riesige Verluste machten. Tja damals in der "sozialen Marktwirtschaft" konnte man noch so denken.
Das trifft leider voll und ganz zu. Die heutige Gesellschaft besteht aus lauter Ich-AGs und der Andere muss halt gucken, wo er bleibt. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr. Und - den Dichtestress darf hier auch nicht ausgelassen weden, sowie die grenzenlose Einwanderung.
Der ganz normale Wahnsinn.
und wir sitzen mitten drin!
Politik, Behörden, Leitmedien wie auch gewisse Tech-Giganten sind bei einem grossen Teil der Bevölkerung durch, Situation irreparabel, da braucht es keine Entschuldigungen oder sonstiges peinliches Geschleime mehr, Thema erledigt. Alternativen werden in Stellung gebracht. Nicht die Grossen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen. Und da waren jetzt diverse "etablierte" Strukturen aus Ihrer Arroganz heraus schlicht zu langsam. Pandemie-Treiber, macht Euch vom Acker.
Unternehmer/CEO meiden die verlogene und ineffiziente Politik wie der Teufel das Weihwasser, da sie wissen, dass sie dort für das Land nichts in normaler Zeit erreichen. Die wären dumm, ihre Zeit mit langatmiger Politik zu verschwenden. Für eine Entscheidung, für welche ein Unternehmer eine Woche benötigt, brauchen die Politiker Jahre. Es sind Leute im Parlament, die im Studium/Beruf nichts erreichten, also ab in die Politik, um das Ego zu pflegen. Was will man da Besseres erwarten?
Äh... Die meisten Politiker sind Manager aus der Privatwirtschaft.
Ja die gescheiterten Manager streben eine Karriere in der Politik und Verwaltung an. Es sind einige wenige Miliz Politiker in der Schweiz, die sich engagieren, aber im übrigen Europa sind die Parlamente von hochlohn Empfänger besetzt.
Habe noch keinen Linken gesehen, der es ins Management geschafft hat.
Ich stelle fest. Die Deklarationen über Interessenbindungen sind hier offensichtlich nicht bekannt.
O.K. Schauen Sie sich doch die Wirtschaftsbindungen im Downloadorder an.
https://www.parlament.ch/centers/documents/_layouts/15/DocIdRedir.aspx?ID=DOCID-1-8517
https://www.parlament.ch/centers/documents/_layouts/15/DocIdRedir.aspx?ID=DOCID-1-8518
In die Politik und in die Medien, allen voran die Ringier-Blick-Medien und den Brotz-Sender, ist das Vertrauen gleich Null. Fragt sich nur, welche "Privatwirtschaft" international da in die Bresche springen soll. Doch nicht etwa Bill Gates und Konsorten? Von dort kommt das Übel ja her. Siehe Uschi von der Leyens "Thank you Bill for taking the leadership".
Wir brauchen wieder vermehrt Schweizer Klein- und Mittelunternehmer in der Politik, die die Schweizer Werte und Traditionen hochhalten und zugleich gewohnt sind, effizient und eigenständig zu arbeiten. Die Menschen in ihrem Betrieb beschäftigen und keine Zahlen. Solche Leute kennen wir, und wir müssen sie zur Rettung unserer Eidgenossenschaft aufbieten.
Richtig! Doch gerade die KMU-Vertreter werden immer weniger. Stattdessen machen sich in den Parlamenten Leute breit, die noch keinen einzigen Tag einer ordentlichen Arbeit nachgegangen sind.