«Ich sage es mal so: Arbeit wird tendenziell überschätzt», schrieb Pascal Hollenstein, publizistischer Leiter von CH Media, gestern auf Twitter. Dazu ein melancholisches Foto von der Langlaufloipe am Sihlsee.
Die Message lässt seine Follower etwas ratlos zurück. «Das Leben ist eine Loipe», philosophiert der 50-Jährige; «Rasieren auch», antwortet einer; «Rasieren ist Arbeit», grübelt Hollenstein weiter.
Des Rätsels Lösung: Wie die Weltwoche aus zuverlässiger Quelle weiss, hat sich Peter Wanner, Besitzer und Verleger von CH Media, von seinem publizistischen Chef getrennt. Um das Wording wird noch gerungen.
Hollenstein mochte auf Anfrage zu seinem Abgang keine Stellung nehmen: «No comment». Auch die Medienstelle von CH Media liess eine Anfrage der Weltwoche unbeantwortet.
Der Thurgauer Pascal Hollenstein gehörte 2002 zur Gründungscrew der NZZ am Sonntag. Doch nach ganz oben schaffte er es trotz mehrerer Anläufe nie. 2016 wurde er Chefredaktor der NZZ-Regionalblätter, die ein Jahr später mit der heutigen CH Media fusionierten.
Was offiziell als Fusion deklariert wurde, war de facto eine Übernahme der NZZ-Regionalblätter durch Wanner. Hollenstein wurde gleichsam mit übernommen. Doch warm geworden ist er gemäss Insidern nie mit Wanner und dessen Gefolgschaft.
In den letzten Jahren hat sich Pascal Hollenstein zusammen mit Hansi Voigt (Bajour) als eigentliches Sprachrohr von Jolanda Spiess-Hegglin profiliert. Er schrieb Dutzende Artikel über die gestrauchelte Zuger Politikerin. Ansonsten gelang es ihm nie, Akzente zu setzen.
Das fast schon manische Engagement für Spiess-Hegglin löste bei einigen CH-Media-Redaktoren nur noch Kopfschütteln aus. Ihre Gram über den Abgang des Oberhäuptlings dürfte sich in Grenzen halten. Hart wird es dagegen für die Zugerin. Die Prozesse laufen schlecht, die Subventionen des Bundes sind weg – und jetzt auch das noch.
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Die Jolanda hält an ihrer Opferrolle fest, darin fühlt sie sich wohl. Sie lebt von ihren wenigen tausend falschen Freunden bei Facebook, Twitter und Instagram. Echt armselig. Arme Kinder und armer (Noch)-Ehemann, denn Jolanda lebt in einer Social-Media-Parallelwelt. Sie tut mir einfach nur leid.
Vielleicht wurde die vor einiger Zeit getätigte vollmundige Äusserung von Hollenstein, dass es sich bei Printmedien um "Abfallprodukte" handle, ihm zum späten Verhängnis. Wenn ich mir allerdings den langweiligen CH-Media-Einheitsbrei (Wochenendausgabe etc.) zu Gemüte führe, ist das "Abfallprodukt" beinahe schon erreicht. Unter dem unglücklichen Chefredaktor Stefan Schmid ist bspw. das "Tagblatt" in St. Gallen nahe daran, demnächst völlig an die Wand gefahren zu werden...
Muss man Spiess-Hegglin kennen?
Das kommt davon, wenn man sich mit einer perfiden, machtgeilen Person wie Spiess-Hegglin einlässt in der Hoffnung, damit grosse Anerkennung zu erheischen. Das Resultat ist ein Tritt in den Hintern von CH Media. Spiess-Hegglin und ihr suspektes Netzwerk gehört längst verschmäht, was Bundesbern für einmal begriffen und ihr die sechsstelligen Bundesgelder gestrichen hat. Einige in ihrem Netzwerk Involvierte haben ihr auch schon eine weitere Gefolgschaft verweigert, das sagt doch einiges aus.
Viel Lärm um nichts !
Langsam sollte sie es selber merken…
Die Zugerin wurde medial bewirtschaftet wie verrückt. Beim Fribourger läuft das anders...
Och die ist doch einfach nur peinlich. Ein veropfertes Opfer, die sich ganz fest opfert um ihre Opferrolle nicht opfern zu müssen. Ein begnadetes Opfer, die nicht merkt, dass sie nervt.
Vielleicht fand H. ja Gefallen an S-H. ? Wer blickt schon durch bei den (An)Trieben gewisser Männer. Aber seien wir ehrlich, um es mit dem Bonmot von Schlawinski zu sagen: Who cares?
Zuerst hat man kein Glück
und dann kommt noch Pech dazu.
Wer sich nicht von Voigt distanzieren kann, ist selber Schuld, wenn er strauchelt und dann im Niemandsland steht.
Es ist nur zu hoffen, dass Hansi(hahaha) Voigt mit 'seinem' heissgeliebten Mediengesetz ebenso strauchelt.
Pech, wenn de Sch…dreck obsi lauft
Früher oder später bekommt jede/r, was sie/er verdient. In diesem Falle betrifft es beide (Spiess-Hegglin und Hollenstein).
👍
Freude herrscht! Mehr darf man nicht schreiben…
Mir tut Jolandas Ehemann leid.
Diese Position hat er freiwillig.
Hat der nicht schon lange das Weite gesucht. Wenn nicht......oh der Arme..
Endlich wird in diesem verfiltzten mediensumpf, langsam aber sicher aufgeräumt
Schön wär's...
Uups, da würde ich nicht zu früh jubeln. Stellt sich immer die Frage, was nachkommt.
Jetzt probiert es Spiess-Hegglin ja juristisch mit Geldeintreiben, da kann sie ja dann die Spies☺ umkehren und Hollenstein unterstützen.
Für so Verbländeti Jurnalischte u Politiker hani sowiso nüt übrig!!!!!
Chlöisu
Wer ist Spiess-Hegglin?
Richtig... Besser hat sie nicht werdint. Lügen haben keine Beständigkeit. Viel zu lange schwimmte sie oben. Jetzt ist Schluss.
Wie man sich überhaupt noch mit einer so egozentrischen, streitsüchtigen, verbohrten, nach Aufmerksamkeit gierenden Person befassen kann wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Endlich und höchste Zeit!
Zu eng geknüpfte Seilschaft fallen bekanntlich zusammen in die Zeitungs-Spalten………
Dazu kann man CH-Media nur gratulieren. Je weniger man hört von der mediengeilen Zugerin, desto besser. Nur so wird ihr die Wichtigtuerei abgewöhnt.