Gemäss einer Umfrage des Tages-Anzeigers droht in der Stadt Zürich ein weiterer Linksrutsch. Die SP dürfte ihren vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückerobern, und ein grüner Aktivist droht den zweiten Freisinnigen aus dem Stadtrat zu verdrängen.
Filippo Leutenegger wäre dann der letzte Bürgerliche in einem Gremium, das sich immer mehr wie ein NGO-Vorstand verhält, und bliebe für Kreide und Hefte in den Schulzimmern zuständig.
Was das Stadtpräsidium angeht, so scheint dieses Amt toxisch zu sein. Erneut wird es der Inhaberin kampflos überlassen. Dabei ist ihre Überforderung offensichtlich: Sie wird von der Tages-Anzeiger-Redaktion geführt wie ein Blinder von seinem Hund.
Mag es in Zürich auch noch nicht so schlimm sein wie in Berlin, ist die Richtung doch die gleiche.
Allerdings: Während es Deutschland ohne Berlin finanziell besser ginge, stellt Zürich für die Eidgenossenschaft noch immer einen Aktivposten dar. Die juristischen Personen entrichten Steuern, dass es eine Freude ist.
Solange sie die Gans, die goldene Eier legt, nicht schlachten, sind die Zürcher Sozis wohl nicht zu schlagen.
Die Bürgerlichen können entweder darauf warten, bis die totale Macht die Linke total korrumpiert, oder sie können das Heft in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass sich Zürich wieder wie die Hauptstadt des bevölkerungsreichsten und stärksten Kantons verhält.
Die Waldmann-Statue vor dem Stadthaus sollte Mahnung sein zur Rücksichtnahme auf den Rest des Kantons. Und auch wenn es heute verboten ist, die Stadtoberen wegen arroganten Verhaltens zu köpfen, bieten sich dem Kanton doch genügend Möglichkeiten, die Stadt zu disziplinieren.
Man könnte beispielsweise darüber nachdenken, ob jemand, der in der Stadt Zürich arbeitet, und dessen Unternehmen dort Steuern bezahlt, nicht auch dort stimmberechtigt sein sollte. Eine Regierung, die selbst Sans-Papiers und Ausländern dieses Recht einräumen will, dürfte damit gewiss kein Problem haben.
Auch im Verkehrsbereich wäre einiges möglich. Es brauchte dafür nur den politischen Willen der Kantonsregierung, die aufgrund ihrer personellen Zusammensetzung leider ebenfalls dem urbanen Zeitgeist frönt.
Vor allem aber müssten die Bürgerlichen wieder zusammenstehen. Gemeinsam könnten sie viel erreichen. Ein Kandidat fürs Stadtpräsidium wäre immerhin ein Anfang.
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Lasst die Grünen und Roten in den Städten ihr Ding machen. Sie sollen sich dort breitmachen und wohlfühlen. Wichtig ist, dass sie in der Stadt bleiben und uns auf dem Land nicht belästigen.
Die Roten wüten in den Städten wie die Pest im Mittelalter. Ihre sozialistische Umverteilungs- und Verbotspolitik lässt das Gewerbe aussterben. Handwerker und Menschen die reale Arbeit leisten werden von den Genossen ausgegrenzt, fertiggemacht und übervorteilt. Die Machtgierigen Linken berauschen sich an den Pfründen ihrer Pöstchen und Ämtchen. Unfähig etwas Sinnvolles für die Gesellschaft zu leisten, schmarotzen sie wie Blutegel.
Die Statistik sagt aber etwas anderes: In den letzten 10 Jahren sind gut 7000 Firmen in Zürich dazugekommen. Daneben gibt die Stadt noch über 200'000 Pendlern aus der Region Lohn und Brot und Steuersubstrat für die Landgemeinden.
Das braeuchte eine detailliertere Analyse. Blanke Zahlen koennen irrefuehren. Ich nehme mal an, dass die +7000 Firmen nicht Betriebe sind die Handwerker od. einfache Leute beschaeftigen. Fakt ist, das politische Ungleichgewicht in der CH waechst!
Eine Blamage für eine sich bürgerlich gebende, einstmals staatstragende Partei die loyal und seriös sich mal zu Freiheit, Neutralität u. Werten bekannte, aber längst zu einer „verluderten" Windfahnenpartei verkam. Die FDP, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit der wahren bürgerlichen SVP in den Rücken fällt u. sich den für die CH verhängnisvollen Linken anschliesst, so die alles weglachende Zynikerin D. Fiala, gefolgt von H.-P. Portmann, K. Fluri etc. Kein Sozialismus, Bürgerlich ist fällig.
So lange die FDP mit dem Programn "rechts blinken, links abbiegen" nicht unter 10% Wähleranteil fällt, werden sich die Portmanns, Waltis, Flurys, Markwalders etc. an ihrem Wackeldackel-Dasein klammern.
Schliesslich funktioniert dies schon seit über 20Jahren.
Schön inszeniertes Foto mit top gestylten Menschen und dank Photoshop ewig im Jungbrunnen badend.
Die Realität sieht allerdings ein bisschen anders aus. Eine eher verbrauchte "Truppe" in Unterhosen, die eine einst finanziell stabile Stadt im Schnellzugtempo in den Ruin treiben.
Ganz nach dem Motto "nach mir die Sintflut".
Als Stadtzürcher bin ich ob der Situation in gleichem Mass frustriert wie Sie, Herr Zanetti. Ich befürchte aber, der Point-of-no-return ist weit überschritten. Die Stadtpolitik wurde von bürgerlicher Seite aufgegeben, „nicht zu gewinnen“. Wie sonst kann es sein, dass ich auf der offiziellen Kandidatenliste zur Wahl für die 9 Stadträte gerade mal 5 Namen aus SVP und FDP lese, aber gefühlte 30 aus dem links-grünen Lager.
… die Kandidatenliste sieht es kommt mir vor, wie ein internes Auswahlverfahren innerhalb Links-grün!
Die nächste Liste in 4 Jahren sollte 50 Kandidaten von bürgerlicher Seite drauf haben. Nur schon diese Präsenz würde es Links-grün nicht mehr so einfach machen.
Das Problem ist, Politiker scheinen heute ihr Angebot mehr auf Popularität auszurichten, und wer will schon schief angeschaut oder gar ausgebuht werden? Darum sicher ein Zaudern, sich für bürgerliche Anliegen auf die Liste setzen zu lassen. Auch die FDPler wollen woke sein, die SVP ist eh abgeschlagen "von gestern", oder so sehen es die "Progressiven".
Der Artikel bringt das auf den Punkt, was ich seit 25 Jahren sage: Solange sich die bürgerlichen Parteien in Grabenkämpfen selbst zerfleischen, können sich die linken Parteien ins Fäustchen lachen und weiterhin durchregieren.
So ein Trugschluss -- 2018 hiess es „Top5 in den Stadtrat“ und CVP, FDP und SVP sind auch so gemeinsam gefloppt -- resp. einzig die FDP bekam 2 Sitze.
Die Stadt Zürich hat nun mal eine völlig andere Bevölkerungsaltersdemographie als z.B. die überalterten zürcher Landgemeinden. Da können die Bürgerlichen noch soviele Abkommen machen, sie werden damit auch weiterhin krachend scheitern an der Bastion Züri!
@ Quintessenz. Wovon leben Sie?
Lieber ein Haus im grünen als ein Grüner im Haus...
Die Bürgerlichen Parteien (abgesehen von der SVP) erinnern mich an Kartoffeln. Die Augen gehen ihnen erst im Dreck auf. Was ist aus dem alten "Bürgerblock" geblieben? Schwierig, wenn die FDP immer rechts blinkt und dann links abbiegt.
Nicht der Freisinn muss erwachen, sondern der Stimmbürger. Da liegt das Problem.
Aber eben, die bürgerliche Auswahl ist dürftig bis fehlend.
Zürich ist nur ein negatives, rotgrünes Städte-Beispiel in der Schweiz. Wenn ich in Westschweizer Städte gehe, wähne ich mich auf dem Afrikanischen Kontinent. Aber auch Basel ist eine Ikone in der Schweiz. Die Mainstream-BAZ! meldet sogar Heute, das die 15% Unternehmenssteuer den Standort der Pharma in Basel verschlechtert!! Der dunkelrote Sleepe-John mit seinem Hirnschaden verseucht sogar unseren Ueli, der hier die Schweiz als unabhängigen Staat verteidigen sollte. "Wähler, wählt weiter Links"!
Bin letztes Jahr ebenfalls aus der Stadt weggezogen; immerhin finanziere ich diese Utopie mit der Gemeindesteuer, welche durchaus für ein Teilzeitpensum reicht, nicht weiter. Solange sich die bürgerlichen Parteien der sogenannten «urbanen Wählerschaft» durch Übernahme links-grüner Positionen anbiedern, sehe ich schwarz: die Stammwähler bleiben der Urne fern oder ziehen weg, und wer schon Grün resp. GLP wählt, wird das weiterhin tun. Insofern, die FDP trägt an ihrem Niedergang die Hauptschuld.
Man soll nicht versuchen die grün-roten Wähler zu bekehren, es wäre sinnvoller die Nichtwähler zu motivieren. Die FDP, über die sollte man sich keine Gedanken machen. Eine Partei die sich ihre Bundesräte von der SP wählen lässt sollte von der SVP nicht unterstützt werden. Ich ich kann die Meinung von R.Köppel nicht teilen, die FDP wäre ein valabler Partner für die SVP. Die SVP soll sich nicht aus Rücksicht auf die FDP verbiegen, die eigene Ansicht über die Zukunft stärker betonen.
Bürgerliche Parteien, quo vadis? Werdet endlich wieder "bürgerlich", zeigt euch liberal, steht dazu, dass ihr die Linken und Grünen bekämpft, lebt das wohl vergessene Schlagwort "weniger Staat", seid stolz Handel und Gewerbe zu vertreten, und vor allem, kämpft gemeinsam!
Es reicht nicht, am Sechseläuten zu zeigen was man einst war.......
Herr Zanetti schiesst gegen die linke Mehrheit im Stadtrat, teilweise unterste Schublade ("seit es verboten ist, die Stadtoberen zu köpfen", "Frau Mauch abhängig vom Tagi"). Er bringt aber keine Hinweise zustande, in welcher Beziehung die Stadtregierung versagt haben soll. Solange die Wähler zufrieden sind und die Stadt floriert, besteht kein Anlass zum Wechsel. Dann das Märchen von der Stadt, die vom Land profitiere. In mancher Hinsicht ist es ja umgekehrt. Ein reiner Propaganda-Text!
Es besteht offenbar in der Stadt Zürich keinen Bedarf für Bürgerliche Politiker. Ist immer Angebot und Nachfrage, offenbar hat die SVP nichts im Angebot, was die Städter interessiert. Dann ist es auch OK, wenn dort links gewählt wird. Ich finde es wichtiger, dass die Bürgerlichen auf Kantonaler Ebene Stark bleiben und vor allem die Hauseigentümer schützen, die von Grüner Seite immer wieder angegriffen werden.
Die Stadt Zürich verwandelt sich immer mehr in eine fremdfinanzierte Wohlfühloase. Die Fremdfinanzierung, die unter mehrerenTiteln erfolgt, wäre mal auf ihren Realitätsgehalt hin zu prüfen. Bringt dieses grünrote Eldorado tatsächlich noch die Leistungen, für die jenes Geld mal gedacht war? Vermutlich immer weniger. Also abstellen! Und natürlich wäre eine Vereinigung Bürgerlicher Kräfte zentral. Schon viel gewonnen wäre der Verzicht auf Anbiederungsversuche einiger Parteien bei Linksgrün.
Die Wurzeln fast allen Probleme ist heute wirklich zwischen urbane Menschen und Leute die noch In der nähe der Natur leben .In der Stadt bequem Uber Natur zu predigen oder auf dem Land in der Natur zu arbeiten sind zwei komplett verschiedene Sachen . Die meisten Grünen leben in einer urbanen Realität Blase. Predigen Uber Natur in urbane trendy Restaurants und Clubs ohne das sie die Natur eigentlich kennen oder da arbeiten, und wohnen wollen. Im tiefsten lieben sie das urbane, nicht die Natur
Solange viele bürgerlich denkende Zürcher(innen) aus der Stadt wegziehen oder der Wahlurne fern bleiben, werden die vielen Sozialabhängigen an der Urne eine gefährliche Mehrheit bilden und eben solche links/grüne Ideologen und militanten "Schweiz-Abschaffer" in die Regierung schicken! Die einzige positive Aussicht ist die: Wenn dann alle solventen (guten) Steuerzahler(innen) in den Hängen der "Goldküste" leben, wird die Stadt Zürich zur grössten "Armenstadt"!
Solange die FDP mit den grünroten Wölfen heult, werden wir weiter in Richtung Kolchosen Kurort im Sinne eines Monte Verità taumeln.
Die FDP Zürich ist seit 50 Jahren das Problem, nicht erst heute.
Genau, wenn man nur den Schaden, den Frau Fiala angerichtet hat (der Feind steht rechts der FdP), betrachtet, wird einem schon schwindlig. Hoffnung liegt bei der JFdP, die immer öfters der Mutterpartei zeigen, was richtig bürgerliche Politik ist.
zum Beispiel Leroy Bächtold, JFdP, er scheint mir sehr kompetent zu sein. Ich würde mir wünschen, dass mehr solche Politiker in Talksendungen zu sehen wären (Telezüri, SRF usw.) Es gäbe genug Abwechslung in der Politlandschaft. Aber eben... es werden immer die gleichen Leute eingeladen und das Verhältnis ist meistens 2:1 (2 politisch links stehende und 1 politisch rechts stehender) . Deshalb sehe ich mir diese Sendungen fast nicht mehr an. Ich finde es mittlerweile unerträglich.
Selbst in diesem Pressebild kann die politische Schlagseite nicht gelassen werden: die Links-Grünen werden auf der helleren, frabigen Seite gezeigt, während die Standfesten in die dunkle Ecke gestellt werden. Und derjenige aus den wohl arbeitsscheusten Kreisen muss genau demonstrativ Blau tragen, genau denjenigen, die von sich behaupten, das arbeitende Volk zu vertreten, Arbeiten ihr Leben lang nur vom Hörensagen kennen.
Strom abstellen und keine Impotprodukte mehr verkaufen.
Chrütlibuur, heute schon wieder etwas zuviel luschtigi Chrütli geraucht oder was?
Ja dann kann Züri auch die über 200'000 Pendler aus der Agglo und den Landeiergemeinden auf die Strasse stellen und dann könnt ihr dann schauen woher das Einkommenssteuersubstrat von denen dann herkommt!