Als es in Europa um die Einführung des Euro ging, war der Demograf und Historiker Emmanuel Todd für deutsche Medien ein begehrter Interviewpartner. Er kritisierte den Vertrag von Maastricht, die zunehmende Bürokratisierung und Zentralisierung der EU, die Bevormundung der Völker und die gemeinsame Währung, die den Deutschen als Preis für die Wiedervereinigung abverlangt und von Kanzler Helmut Kohl durchgesetzt wurde. Todd erkannte, dass die deutsche Exportwirtschaft am meisten von der neuen Währung profitieren würde und weniger liberale Länder wie Frankreich viel zu verlieren hätten. Als er für einen europäischen Protektionismus plädierte, bröckelte die deutsche Liebe zu T ...
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