Jahrzehntelang tourte Nino Frediani als «schnellster Jongleur der Welt» mit Ringen, Bällen und brennenden Fackeln durch Manegen und Klubs in Europa, Afrika und den USA. Dass seine Nummern so rasant wirkten, lag daran, dass der heute 73-jährige Artist seine jeweiligen Utensilien viel weniger hoch warf als die meisten Jongleure. 1980 zog er sich nach Las Vegas zurück. Dort trat er am liebsten in Klubs mit niedriger Decke auf. Den Grund nannte er weder seinen Arbeitgebern noch seinem Publikum: Frediani ist seit seiner Geburt praktisch blind.
Alles, was weiter weg ist als fünfzig Zentimeter, kann er nur äusserst verschwommen wahrnehmen. Er darf nicht Auto fahren und kann Gegenstände in s ...
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