Mit dem «Beratungskompass Verschwörungsdenken» hat die Bundesregierung ein neues Angebot ins Leben gerufen, um Menschen im Umfeld von Verschwörungsgläubigen Unterstützung zu bieten. Die Beratung ist seit heute telefonisch und online erreichbar. Nach einem vertraulichen Erstgespräch erfolgt bei Bedarf eine Weitervermittlung an spezialisierte Stellen.

Familienministerin Lisa Paus betonte bei der Vorstellung des Projekts in Berlin, dass Verschwörungserzählungen nicht nur eine Gefahr für die Demokratie darstellten, sondern auch das soziale Umfeld der Betroffenen stark belasteten. «Familien, Freunde und Kollegen leiden oft enorm unter der Radikalisierung nahestehender Menschen», so Paus.

Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium in Zusammenarbeit mit dem Bundesinnenministerium getragen. Betrieben wird es von den Organisationen «Violence Prevention Network», der «Amadeu Antonio Stiftung» und dem «Modus – Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung». Ziel sei es, eine niedrigschwellige Anlaufstelle für Angehörige und Nahestehende zu schaffen, um frühzeitig Unterstützung und Aufklärung zu ermöglichen.