Ein Gesicht wie ein Fremdenlegionär. Rasierter Kopf, markante Stirn, langes Kinn. Philippe Senderos, 88 Kilogramm, 1,90 Meter, würde problemlos auch als Türsteher durchgehen, wenn er eine ernste Miene aufsetzt; keiner, den man nächtens um ein Autogramm bitten würde. Als er letzten Dezember beim 2:0-Sieg gegen die Türkei das Führungstor schoss und damit die Schweiz an die WM, schrie er wie von Sinnen in die Fernsehkameras, als liefe eine interne Wette mit Teamkollege Ludovic Magnin, wer den inbrünstigsten Urschrei beherrscht. Mastercard wirbt seither mit Senderos’ Torjubel für eine neue Kreditkarte, und an der Gala-Nacht des Schweizer Fussballs am 22. Mai wurde der Genfer zum beste ...
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