Geboren kurz vor Kriegsende und gross geworden in einem Barackenprovisorium in einem Nest namens Bexten, absolvierte Gerhard Schröder einen schwindelerregenden Aufstieg, der ihn vom gescheiterten Bundesbahnjungwerker, Eisenwarenverkäufer, Advokaten, linksextremen Jungsozialisten-Vor- sitzenden bis an die Spitze des deutschen Staates führte. Brennender Ehrgeiz, schnelle Reflexe, anarchische Flegelattitüden, wache Intelligenz und innere Freiheit des Strassenjungen halfen ihm auf diesem Weg ebenso wie die unverbrauchte Neugierde des bildungsfern aufgewachsenen Unterschichtlers. Die Ära Schröder beendete definitiv die obrigkeitsselige Tradition Deutschlands.
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