Seit Karl Marx ist die Religion bekanntlich Opium für das Volk. Das Wohlstandsevangelium, nach dem jene, die hart arbeiten, Erfolg haben werden, und jene, die zurückbleiben, daran nur selbst schuld sein können, hat eine gesellschaftliche Kränkung hinterlassen. Im meritokratischen Glauben ist der Wohlstand ein Zeichen für die Gunst Gottes, das Leiden ein Zeichen der Sünde. Obamas laxer Umgang mit den Banken nach der Finanzkrise hatte das Fass zum Überlaufen gebracht und den nationalistischen Populismus beflügelt. Das Chancen-Mantra der Eliten war nicht länger Aufstiegsversprechen für alle, sondern die Verhöhnung sehr vieler. Auch die letz ...
Dies ist ein ABO-Artikel
Jetzt für CHF 9.- im ersten Monat abonnieren
Nur für Neukunden, danach CHF 29.-/Monat und jederzeit kündbar.
Oder einfach einloggen…
Wenn Sie als Nicht-Abonnent noch keinen Account besitzen,
registrieren Sie sich jetzt und Sie können 5 Abo-Artikel gratis lesen.
Wenn Sie als Abonnent noch keinen Account besitzen,
registrieren Sie sich jetzt und Sie können sämtliche Artikel lesen.