Als das Hamburger Wochenblatt Die Zeit am 18. März auf zwei imposanten Seiten die bisher unbekannten, im Zürcher Max-Frisch-Archiv aufgetauchten «Entwürfe zu einem dritten Tagebuch» des Schweizer Schriftstellers besprach, war das ein unerhörter Paukenschlag. Vier Wochen vor der offiziellen Pressekonferenz in Berlin und fünf Wochen vor der Ersterscheinung am 19. April schossen die beiden Journalisten Julian Schütt und Peer Teuwsen, tatkräftig unterstützt von Adolf Muschg, die seit langem als sensationell angekündigte Edition von Peter von Matt im Schweizer Teil der Zeit regelrecht ab. Wer die ungeschriebenen Gesetze der Literaturkritik und die Vorschriften der Sperrfristen kennt, k ...
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