Richard Wagners Musik sei ein «Lastwagen zum Himmelreich», äusserte sich einst verbiestert der Grossintellektuelle Theodor W. Adorno. Wie hätte der gestrenge Zuchtmeister wohl reagiert, wenn man ihm einen indischen Kommerzfilm vorgeführt hätte, für den ein einziger «Lastwagen» gar nicht reichen würde, um in den Himmel der Glückseligkeit aufzufahren? Der voller Kitsch und Glamour, marzipansüsser Ästhetik und herrlich bunt schillernder Galatrachten ist? In dem stets gesungen und getanzt wird, ohne Not und zwingenden Grund. Gar nicht auszudenken. Aber die Zeiten der «Verkopftheit» sind längst perdu.
Heute darf man wieder Gefühl zeigen – was man in Locarno im vergangenen Jahr ...
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