Die Diskussion ist eigentlich sterbenslangweilig und etwa so aussichtsreich, wie Quecksilber an die Wand nageln zu wollen. Öde das Unwohlsein einiger weniger ob Dreadlocks an weissen Menschen, genauso wie die Empörung ob der woken Schneeflocken. Der Non-Event erweist sich zwar als nasse Lunte, aber zeitdiagnostisches Handwerk lässt sich nicht betreiben, ohne auf Cancel-Culture und die «kulturelle Aneignung» zu sprechen zu kommen. Das einzig Interessante ist, mit welch manisch-regressivem Unwohlsein ausgerechnet die Linke die Debatte führt, wer Dreadlocks tragen, Transmenschen darstellen oder Fajitas zubereiten und essen darf. Die postkoloniale Aufarbeitung bleibt zweifellos eine ...
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Es wird eng auf unserem Planeten. Zwangsläufig gibt es einen Austausch der Kulturen. Nur, ist Gendern eine Kultur? Modeerscheinung?
Was im Vordergrund läuft ist die eine Sache. Dann spricht man eben von Unwohl sein. Äussert sich jedoch der grösste Anteilseigner mit seinem Unwohlsein, um mit einer eleganten Erpressung die Wertschöpfer auf seine Spur zu bringen, ist dies eine ganz andere Liga. Entspricht der Eigener einer Rankingagentur oder einer Schattenbank, was effektiv dasselbe ist, entstehen für die Wertschöpfer existenzielle Probleme. An dieser Stelle wären Journalisten gefragt, die etwas tiefer graben können.
Ich finde diesen WW-Artikel soetwas von daneben David Schärer, haben Sie wirklich nichts Besseres zum Schreiben! Nicht WW-würdig. Bitte keinen solchen Seich mehr schreiben!
Ok. Wissen wir schon. Aber ist dieser Artikel nur der Anfang eines Artikels oder irgendwie Twitter -Gerecht? Mir ist das zu kurz, sorry.
Diese "Unwohlen" sind bereits untergegangen. Sie haben's nur noch nicht gemerkt. Es gibt überhaupt nirgends eine total reine und unbeeinflusste Kultur. Nicht einmal mehr am Amazonas. Vielleicht noch auf kleinen Inseln im indischen Ozean, welche den Kontakt zu andern Menschen aggressiv ablehnen, oder vielleicht in Teilen Nordkoreas. Diese Kultur-Aneignungs-Banausen sind doch plemplem.