Luc Montagnier, Chef einer kleinen Abteilung am renommierten Pasteur-Institut in Paris, hat sich mit einer mittelmässigen Karriere abgefunden. Doch dann, am 3. Januar 1983, landet ein Paket bei ihm im Büro. Es enthält ein Glasröhrchen, und darin schwimmt, in einer gelblichen Flüssigkeit, der vergrösserte Lymphknoten eines 33-jährigen Modedesigners. Der homosexuelle Mann hat vermutlich ein Vorstadium von Aids. Ob jemand am Pasteur bereit wäre, das Gewebe zu untersuchen, lautet die Anfrage eines Arztes.
Luc Montagnier, ein zurückhaltender, eher schüchterner Mann, antwortet, dass er sich mit Aids nicht auskenne – er wisse nur, dass ein Amerikaner namens Robert Gallo behaupte, die m ...
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