Frau Sprecher, welche Erinnerungen haben Sie an Ihren ersten Tag auf der Weltwoche vor fast dreissig Jahren?
Der Empfang war frostig, die Arroganz überwältigend und jeder Redaktor ein Star. Sie sassen in geräumigen Einzelbüros, in denen der Rauch wallte, und siezten sich, obwohl sie sich seit Jahrzehnten kannten. Dazu kam, dass Chefredaktor Hans O. Staub keineswegs von mir begeistert war. «Mit dieser Sprecher», so hatte er schon vor mei-nem Eintritt gewarnt, «kriegen wir nur Ärger.» Die Weltwoche war damals eine Zeitung, die von Männern für Männer gemacht wurde, und brauchte eine Frau, um einen Gesellschaftsteil aufzubauen, der auch Frauen ansprach.
Ihre erste Geschichte in d ...
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