Es hätte ein Prestige-Event für das Verteidigungsdepartement (VBS) und dessen Vorsteherin Viola Amherd werden sollen. In der letzten Märzwoche richtete die Schweiz, unter Federführung des VBS, die Winter-Militärweltspiele aus. Quasi eine Olympiade für Soldaten.
Statt im Gefecht misst man sich beim Skifahren oder Langlaufen, geschossen wird nur im Biathlon. Anders als im Krieg gilt hier: Dabei sein ist alles.
Knapp 800 Athleten aus 42 Nationen sollen dabei gewesen sein. Die Schweiz war im Medaillen-Ranking auf Platz drei (hinter Frankreich und Italien). Beim Organisieren macht der Schweizer Armee niemand etwas vor, weltmeisterlich.
Die Öffentlichkeit hat davon aber praktisch nichts mitbekommen, obwohl das VBS die grösste Kommunikationsabteilung unterhält. Der Steuerzahler hat die Spiele mit dreizehn Millionen Franken finanziert. Vielleicht wäre dann auch eine Diskussion entstanden, warum Palästina ebenfalls eine Delegation in die Schweiz schicken durfte.
Palästina hat weder einen Staat noch eine Armee. Zudem schneit es im Nahes Osten eher selten. Tönt alles ein bisschen wie «Cool Runnings», der Film mit dem Bobteam aus Jamaika, wenn da nicht die ernsthafte geopolitische Lage wäre. Das bekannteste Exportgut aus Palästina ist Israel- und Judenhass – was dem grenzenlosen Inklusionseifer im VBS unter Amherd aber keinen Abbruch tat.
Die Schweiz anerkenne Palästina nicht als «Staat auf bilateraler Ebene», unterhalte aber seit dem Olso-Abkommen von 1993 Beziehungen zur Palästinensischen Autonomiebehörden, schreibt das VBS. Bei den Delegationen handle es sich um Mitglieder der Palestinian National Security Forces, der Arafat-Polizei. Diese wurde im Rahmen des Oslo-Friedensprozesses geschaffen und sei, so schreibt das VBS, «durch entsprechende internationale Abkommen legitimiert».
In den Ranglisten sucht man die palästinensischen Soldaten vergebens, lediglich beim Geländelauf treten sie in Erscheinung. Weit abgeschlagen auf den letzten Plätzen. Mit der «Integration der Sportarten Crosslauf und Klettern» wolle man auch «Nationen ohne ausgeprägte Wintersporttradition» die Möglichkeit geben, bei den Winterspielen mitzumachen, heisst es beim VBS.
Israel war nicht dabei. Weil es nicht Mitgliedstaat ist bei CISM, dem Internationalen Militärsport-Verband. Und wohl auch, weil es derzeit Besseres zu tun hat. Sich verteidigen gegen den Iran und dessen Verbündeten, die alle vor allem eines wollen: Isreal von der Weltkarte exkludieren.
Selbst der 1. April hätte nicht so einen hanebüchende (**) ausgedacht. Weiteren Kommentar vom VBS mit der zutreffender Bennung (**) unter Amherd verstösst gegen die Netiquette-Regeln.
Von den 193 UNO-Mitgliedsstaaten anerkennen 147 Palästina als eigenen Staat. Nicht so die USA, europ.. Staaten, Israel..usw., Die Unabhängigkeitserklärung erfolgte 1988. Der IGH erklärte 2024 den Palästinenischen Küstenstreifen und das Westjordanland als rechtswidrig von Istrael besetzt; Israel müsse die Gebiete verlassen und Schadenersatz leisten. Alle UNO-Resolutionen seit 19.11.1947 (Res. 181) nachzulesen bei: Jacques Baud, "Die Niederlage des Siegers", Westend Verelag, 2024
Amherd hat sooo viel Mist produziert. Was kommt aus Ihrer Küche an nächstes? JD Vance: Europas grösste Bedrohung kommt nicht aus China oder Russland, sondern von innen! Aktuell auch für unsere Regierung. Arrogante Politiker treiben ganzes Land in bürokratische, feindliche, rassistische Zukunft! Unsere Nachbarschaft müssen wir mit Freundlichkeit, nicht mit Hass und Waffen begegnen. Wo sind wir nur gelandet!