Das Einzige, was die Verantwortlichen des Nord-Stream-Projekts tun sollten, sei sich «entschuldigen und schweigen». Dies forderte der polnische MinisterprĂ€sident Donald Tusk auf X. Hintergrund dieser Äusserungen ist die wiederaufkommende Diskussion um die Sabotage der Pipelines im Jahr 2022, fĂŒr die nach neuen Berichten ukrainische Behörden verantwortlich gemacht werden.

Das Wall Street Journal berichtete, dass hochrangige ukrainische Sicherheitsbeamte die Pipelines als legitimes Ziel im Verteidigungskrieg gegen Russland betrachtet hĂ€tten. Die AnschlĂ€ge fĂŒhrten zu einer erheblichen VerschĂ€rfung der Energiekrise in Europa, da Deutschland, ein enger Partner Russlands bei diesem Projekt, von einer wichtigen Gasquelle abgeschnitten wurde.

Tusk, der stets ein Gegner des Projekts war, sieht in Nord Stream eine Gefahr fĂŒr die Sicherheit Polens. Der MinisterprĂ€sident argumentiert, es habe Russland ermöglicht, Gas nach Westeuropa zu liefern – wĂ€hrend Polen und die Ukraine umgangen worden seien. Er kritisierte auch jĂŒngste Behauptungen, wonach der Angriff auf die Pipelines von Polen unterstĂŒtzt worden sei, als «russische Desinformation».