Russlands Präsident Wladimir Putin und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj seien zu einem Friedensschluss bereit. Das erklärte US-Präsident Donald Trump. Die USA würden derzeit «gute Gespräche» mit beiden Seiten führen, sagte Trump.

«Ich glaube, Selenskyj ist bereit für ein Abkommen. Und ich glaube, auch Präsident Putin ist es», so Trump. Er zeigte sich zuversichtlich, dass ihm gelinge, was Europa bisher nicht vermocht habe: einen dauerhaften Waffenstillstand zwischen den Kriegsparteien zu vermitteln. Seit Februar bemüht sich Washington verstärkt um eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts.

Derweil traf Putins Sondergesandter Kirill Dmitriew in Washington mit US-Vertretern zusammen. Im Fokus der Gespräche standen laut Dmitriew Schritte zur Wiederaufnahme der bilateralen Beziehungen, die unter der Regierung Biden eingefroren worden waren. Die Atmosphäre sei positiv gewesen, weitere Treffen seien geplant.

Trumps Ukraine-Beauftragter Keith Kellogg sprach beim Sender Fox Business von einem Verhandlungsstand «am Rande eines umfassenden Waffenstillstands». Gleichzeitig wirft Moskau Kiew vor, gegen einen von Trump vermittelten 30-tägigen Energie-Waffenstillstand verstossen zu haben – etwa durch Angriffe auf Treibstofflager und das Stromnetz. Auch Kiew beschuldigt Russland, die Vereinbarung zu verletzen.

Langfristig macht der Kreml eine Einigung von grundlegenden Zugeständnissen abhängig: Die Ukraine müsse auf einen Nato-Beitritt verzichten und die Annexion der Krim sowie weiterer vier Regionen durch Russland anerkennen.