Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für die Ukraine, Keith Kellogg, sieht den Krieg zwischen Kiew und Moskau kurz vor einer Waffenruhe. «Ich glaube wirklich, wir stehen an der Schwelle zu einem Waffenstillstand», erklärte Kellogg in einem Interview mit dem Sender Fox Business. Beide Seiten müssten dafür jedoch Kompromisse eingehen – niemand werde «alles bekommen, was er will».

Geplant ist laut Kellogg ein umfassender 30-tägiger Waffenstillstand, der als Ausgangspunkt für eine dauerhafte Beendigung der Kampfhandlungen dienen soll. «Sobald man diesen Punkt erreicht hat, wird es sehr schwer sein, den Krieg neu zu entfachen», so der Ex-General.

Kellogg sprach auch von Trumps Frustration über das Verhalten sowohl des russischen Präsidenten Wladimir Putin als auch des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj. Dennoch sei er optimistisch, dass das Team um Trump eine Lösung verhandeln könne. Zunächst brauche es aber klare «Term Sheets» – also eine Liste der Forderungen beider Seiten – als Grundlage für Gespräche.

Russland hat unterdessen erneut erklärt, dass ein nachhaltiger Frieden nur möglich sei, wenn die «Grundursachen» des Konflikts adressiert würden. Dazu gehören aus Moskauer Sicht die Beendigung der Nato-Osterweiterung und der Verzicht der Ukraine auf einen Beitritt zur Allianz. Präsident Putin fordert zudem, dass Kiew seine Ansprüche auf die Krim und vier weitere seit 2014 von Russland kontrollierte Gebiete fallen lässt.