Ein Wort, das mir Schauer einjagt und zu Vergänglichkeitsszenarien führt, ist «Sarkopenie». Auch weil es «Sarg» assoziiert; und das einzig Positive am Sarg ist, dass das Sterben zu Ende ist und man, so hoffe ich wenigstens, nicht die letzte, aber die ewige Ruhe gefunden hat. Das Übel an Sarkopenie ist vielmehr, dass sie mich erreicht hat, ich sehe sie im Spiegel an der faltig werdenden Haut, ich spüre den Muskelabbau, im Hirn gelegentlich auch.
Ein bis 2 Prozent Muskelmasse soll der Mensch ab sechzig Jahren jedes Jahr verlieren, etwas mehr an Muskelkraft. Mit siebzig Jahren hat er also 10 bis 20 Prozent seiner Muskeln verloren. Er läuft dann unsicherer und gebeugter und ...
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Fantastisch geschrieben. Danke!
Das Alter sollte uns gelassener machen. Ein Lachen täglich - auch über sich selbst-, ist die Sonne am Altersabendhimmel. Die Sehstärke lässt nach - man sieht seine Mängel nicht mehr. Das Gehör lässt nach - man hört die Lästereien der jungen Kerle nicht mehr. Und man kämmt gefühlvoll sein graues Haar - so noch vorhanden-, mit der Freude am kleidsamen Friedhofsblond.