Die mehr als sechshundert Favelas Rio de Janeiros sind eine Ansammlung urbaner Sozialbomben, deren Explosionssplitter der Mittel- und Oberschicht, der Stadtverwaltung und der Tourismusindustrie unablässig um die Ohren fliegen: bettelnde und klauende Strassenkinder, Raubüberfälle, Schiessereien zwischen rivalisierenden Drogenbanden. Seit einiger Zeit sind die Elendsviertel der Millionenmetropole aber auch Ursprung eines musikalischen Phänomens, das unter brasilianischen Kritikern und Musikern eine heftige Kontroverse heraufbeschworen hat. Der «Funk carioca» – ein elektronisch erzeugtes Dauergehämmer und ein unablässiger Schwall rhythmisierter Texte, die Verächter brutal, obszön od ...
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