Nach dem dritten Bier sagen Männer Dinge, die nicht in die Zeitung gehören – auch in Japan. Trunken versichern sich ältere Japaner zuweilen der Überlegenheit ihrer Rasse oder finden, Taiwan und Korea hätten von der Kolonisierung durch Japan profitiert.
Der japanische Aussenminister braucht dazu kein Bier, eine TV-Kamera genügt. Taro Aso beleidigt und provoziert Japans Nachbarn regelmässig. Kurz vor seiner Ernennung im Oktober sagte er, Japan sei «eine Nation, eine Zivilisation, eine Sprache, eine Kultur und eine Rasse» und als solche einzigartig. Erstens stimmt das nicht, Japans Homogenität ist eine historische Fiktion; zweitens echot Aso damit die Propaganda der Vorkriegszeit; d ...
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