Stacheldraht, Baumrinde, schneebedecktes Holz und Schrott. Im Winter 1946 besucht Harry Mulisch seinen Vater im Internierungsgefängnis Amersfoort und führt mit ihm ein seltsames Gespräch vor makabrem Hintergrund. Der ehemalige österreichische k.u.k. Offizier, der ein holländischer Nazi wurde, hatte während des Zweiten Weltkriegs als Personalchef von Lippmann & Rosenthal, einer Bank, die jüdisches Vermögen «verwaltete», mit den deutschen Besatzern kollaboriert, trotz seiner aus Frankfurt stammenden jüdischen Frau; die beiden hatten sich 1936 getrennt. Harry Mulisch wuchs beim Vater auf, der die Mutter dank seiner einflussreichen Stellung schützen konnte. 1946 will der inzwisch ...
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