In einem schönen autobiografischen, nach seinem Neuenburger Wohnsitz «Vallon de l’Ermitage» benannten Text erinnert sich Friedrich Dürrenmatt, dieser grosse Wein-Enthusiast, an einen «Weinhändler in Bordeaux, der mehrere Schlösser besass, nur noch Château d’Yquem trank und Austern ass». Ein für den zu Flaschen ohne Restzucker verurteilten Diabetiker auch jenseits des Diätetischen groteskes Detail. Süsswein zu Austern ist zweifellos eine eher perverse Vorstellung.
Mir fiel die Episode ein, wie ich mal wieder über meine eigene Zurückhaltung gegenüber Sauternes nachdachte. Die ist mit meiner leichten, in jahrzehntelanger Beschäftigung mit Dürrenmatt sozusagen induktiv erwor ...
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