Zurzeit steckt sie gut verborgen in einem Bretterverschlag vor dem Haupteingang der Universität Zürich: die Bronzebüste Auguste Forels (1848–1931). Der Psychiater und Sexualreformer Forel amtete als Direktor der Klinik Burghölzli, wo er – als überzeugter Sozialhygieniker – Menschen sterilisieren liess, deren Erbanlagen er für fortpflanzungsunwürdig hielt (vor allem schwere Alkoholiker und Geisteskranke). Solche eugenischen Ansätze waren in jener Zeit durchaus Mainstream und wurden von ihren Ideologen mit geradezu heiligem Furor vertreten.
Es sind einige Dutzend «Kastrationen aus sozialen Gründen» bekannt. Der Zürcher Historiker Thomas Huonker verfasste dazu eine Studie mit ...
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