Er war ein musikalischer Raumkünstler, wie es, zumindest im Jazz, keinen gab. Alles, was er spielte, war dem Schweigen abgetrotzt. Während der letzten Jahre seines Lebens spielte er keinen Ton mehr, aber auch zuvor konnte es sein, dass er ganze Soli mit den Händen über den Tasten schwebend spielte: virtuell. Sein erratisches kantiges Spiel, eine fingerbrechend staksige Pianotechnik, leistete dem Irrtum Vorschub, er könne nicht recht Klavier spielen. In Wahrheit war seine scheinbare Behinderung Absicht. Thelonious Monk war der Klangarchitekt, der seine weiten Räume nicht möblierte, mit seiner Musik überhaupt keinerlei Möblierung beabsichtigte (wie etwa Erik Saties «musique d’ameub ...
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