Gottesurteile von Frankreichs Justiz
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Nach jeder Affäre, die das Land erfasste, gab es ein neues Gesetz: Louis XVI.
Bild: 1725–1802 / Wikipedia

Gottesurteile von Frankreichs Justiz

«Die Richter haben die Monarchie gebodigt, sie werden auch die Republik ruinieren», prophezeite der sozialistische Präsident François Mitterrand. Er könnte recht behalten. Eine kleine Kriminalgeschichte von Frankreichs führenden Politikern der Gegenwart.

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02.04.2025
Fünf Jahre unwählbar – sofort. Vier Jahre Gefängnis – dagegen kann appelliert werden. 100.000 Euro Busse. «Ein düsterer Tag für Frankreich», sagte Marine Le Pen im Fernsehen. «Eine Gefahr für die Demokratie», schrieb die liberale Zeitung L’Opinion am Tag danach. Es ist alles noch viel schlimmer: Die Richter der Republik haben ein Gottesurteil gefällt, ein Verdikt, gegen das es keine Berufung gibt und das umgehend vollstreckt wird – vor dem Berufungsverfahren. Es trifft die wichtigste Oppositionsführerin und bezieht sich auf Taten, die sie begangen hat, bevor das Gesetz, das nun zur Anwendung kommt, in Kraft getreten ist. Es ist das Gesetz zur «Moralisierung des öf ...
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