Das erste Werk von Johanna Spyri ist so persönlich und autobiografisch gehalten wie kaum eines ihrer späteren. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in der Westschweiz sucht die Ich-Erzählerin die verlorene Spur ihrer Jugendfreundin Vrony. Diese ist die Tochter eines verwitweten Sigristen und Seidenwebers, dem sie tüchtig zur Hand gehen muss und von dem sie bei verspäteter Heimkehr Prügel bezieht. Der gemeinsame Schulunterricht bestand weniger darin, «dass uns gegeben wurde, was wir brauchten, als dass wir nehmen konnten, was wir wollten».
Im Abendglanz des kleinen Bauerndorfes huscht bei ihrer Banknachbarin Vrony «ein Hauch der Verklärung» übers Gesicht. Die heimische Natur, ...
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