Es gab mal Horrorfilme, die machten sich einen Spass daraus, mit eingeblendeten Inserts vor den Schockszenen zu warnen. Eine Masche, die man bei Margarethe von Trotta («Die bleierne Zeit», «Rosa Luxemburg») aufgreifen sollte; im Trailer ihres jüngsten Films, «Rosenstrasse», wäre eine Warnung angebracht. Denn das kürzlich in Venedig als deutscher Wettbewerbsbeitrag ausgezeichnete Werk (Katja Riemann für ihre Rolle) ist erstickende Betroffenheit, in der Lebendigkeit verröchelt.
Wer Von-Trotta-Filme kennt, weiss natürlich, wo er sich befindet: in bleierner Zeit, voll barmender, hadernder, leidender Menschen, die bedeutungsvoll und gedankenschwer die gusseisernen Blicke, erratischen ...
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