Die nicht nur nach Ansicht Sahra Wagenknechts, der populärsten deutschen Politikerin, dümmste und inkompetenteste und mit ihrem Kriegskurs gefährlichste Bundesregierung der Geschichte baut sich ein protziges Denkmal: einen Erweiterungsbau zum Kanzleramt, der – Stand heute – 770 Millionen Euro kosten soll. Sollte es noch mehr werden, wäre dies wenig erstaunlich. Es ist noch nicht lange her, dass von 600 Millionen Euro die Rede war und noch ein wenig früher mal 485 Millionen Euro eingeplant waren, dies nach einer damals unerwarteten Kostensteigerung.

Begründet wurde die Notwendigkeit des Baus mit einer Schwemme neu angeheuerter Beamter: Von ursprünglich gut 400 auf derzeit 750 Stellen ist der Apparat gewachsen. Die politische Klasse sorgt für sich, 400 neue Büros sollen entstehen, und zu allem hinzu kommen ein weiterer Hubschrauberlandeplatz, eine grössere Kanzlerwohnung und ein Kindergarten für zwölf Kinder.

Form eines Angelhakens

Damit wird die deutsche Regierungszentrale achtmal grösser ausfallen als die der amerikanischen Supermacht und immerhin noch dreimal grösser als die der repräsentationsbewussten Franzosen mit ihrem Elysée-Palast – und ist um Strecken hässlicher als die Anlagen in den anderen Hauptstädten: Ein gläserner, gesichtslos-modernistischer Streckbau in Form eines Angelhakens soll das Gewimmel um eine komplett ratlose Regierungsmannschaft vergrössern.

Dass dieser bereits vom Bundesrechnungshof gerügte Protzbau ausgerechnet in einer Zeit errichtet werden soll, in der die grün-roten Pfuscher das gemeine Volk in der grössten (und selbstverschuldeten) Wirtschaftskrise zum Sparen anhalten, dürfte zum steigenden Wutpegel im Volk beitragen, das sich gemäss Umfragen zu zwei Dritteln von der Regierung abgewandt hat.

Während die da oben denen da unten Waschlappen und doppelte Pullover für den Winter empfehlen, bekennt Wirtschaftsminister Robert Habeck, dass er «super viel Geld verdient», das er gar nicht ausgeben kann, weil er «dauernd rumgefahren» wird.

Dass die Distanz zum einfachen Steuerzahler wächst, scheint die politische Klasse nicht zu kümmern – sie warnt vielmehr vor Demonstrationen durch die einen mächtigen Wählerzuwachs verzeichnende AfD und plant schon mal einen Graben rund um den Reichstag.

Bundeskanzler Olaf Scholz, knietief im Cum-Ex-Skandal steckend, will den Bau gegen beginnende Proteste durchziehen. Da allerdings in Berlin geplant und gebaut wird, besteht die berechtigte Hoffnung, dass das ganze Vorhaben nie fertig wird.