Sein Name klingt nach Stechschritt. Dabei ist Bruno Schulz (18921942) einer der letzten Chronisten Galiziens, jenes ostjüdisch geprägten Kulturraumes zwischen Polen und der Westukraine. Seine Heimatstadt Drohobycz hat der Dichter fast nie verlassen und doch daraus, wie David Grossman im Nachwort zu «Die Zimtläden» schreibt, eine komplette Welt erschaffen. Schulz kann eine ganze Erzählung bei einem «kleinen famosen Hündchen» verweilen und über das «Lebensrätsel» Tier sinnieren, das wie dazu geschaffen sei, «dem Menschen den Menschen» zu zeigen. An anderer Stelle zeichnet er auf wenigen Seiten die fortschreitende Verwahrlosung eines Mannes mit grossartigen Bildern: «Im Zimmer h ...
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