Das nennt man Gesinnungswandel: Der Kanton Zürich ehrt Christoph Marthaler mit dem Kulturpreis 2009 für sein «herausragendes künstlerisches Werk». Die damalige Faktenlage scheint dem Gedächtnis entfallen: Als Marthaler 2004 zurücktrat, nach einer vorzeitigen Kündigung, die nach Protesten wieder aufgehoben wurde, stand das Schauspielhaus Zürich kurz vor dem Konkurs und auch der Besucherpegel auf einem historischen Tiefstand.
Marthaler wurde zwar im Ausland als Messias eines neuen Volksschauspiels gefeiert, doch den Daheimgebliebenen galt er vor allem als Fachmann für Intimwäsche: «Unterhosentheater!» Ein Veto auch gegen die Zusatzkredite für die Bühne, die ursächlich durch d ...
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