Im März letzten Jahres hielt ich es wegen der Seuche für ratsam, aus Berlin zu verschwinden.
Ich fuhr nach Ostprignitz im Norden Brandenburgs, eine Reise, die man fast als Schweizer Tradition bezeichnen könnte. Denn im 17. Jahrhundert zogen Tausende von protestantischen Schweizer Bauern hierher, um das von Epidemien und Kriegen entvölkerte Land neu zu kolonisieren. So fliesst also in den Adern vieler Ostprignitzer Berner Blut, und es fliesst ganz langsam, denn hier hat man unendlich viel Zeit.
Nach meiner Ankunft kaufte ich Proviant für vierzehn Tage und zog mich in eine von Wald umsäumte Hütte zurück, die meiner Freundin gehört. Ich war bisher nu ...
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