Mit Schweizer Pass im Konzentrationslager
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Bild: Archiv für Zeitgeschichte der ETH Zürich, zVg

Geschichte

Mit Schweizer Pass im Konzentrationslager

Während des Zweiten Weltkriegs wurden mehrere hundert Schweizer Opfer des Holocaust. Was unternahm Bern, um Juden, Kommunisten und Homosexuelle aus der Mordmaschine des Dritten Reichs zu befreien?

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22.11.2018
Leopold Obermayer war wütend und verzweifelt zugleich. Als Schweizer Bürger hatte er sich in Sicherheit vor den Nazi-Schergen gewähnt. Doch es kam anders. Der Schaffhauser Jurist und Weinhändler mit Wohnsitz im bayerischen Würzburg gerät 1934 in «Schutzhaft» – so beschönigen die Nazis ihre Möglichkeit, Regimegegner ohne richterliche Erlaubnis einzusperren. Obermayer kommt ins KZ Dachau. Seine «Vergehen»? Er hatte sich über die Verletzung des Postgeheimnisses beklagt, sich zu seiner Homosexualität bekannt, war zudem Jude, und die Nazis hielten ihn für einen russischen Spion. Ende 1935 wendet sich Obermayer zo ...
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