Mündliche Überlieferung, oral history, ist etwas anderes als geschriebene Geschichte. Aber auch sie ist «Literatur» (ungeachtet der Etymologie des Worts). Es gibt nicht nur Schrift-, sondern auch «Mundsteller», grossartige Erzähler. Als Kleist seinen berühmten Aufsatz über «Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden» schrieb, wusste er, dass sprechen nicht schreiben ist. Sprechen hat nicht so sehr mit Wörtern und Sätzen, sondern mit Tonfall zu tun, mit Rhythmus, Körpersprache, Mimik, Auslassungen, der Sprechsituation – und überhaupt jeder Menge Nonverbalem.
Über Jazz sind ganze Bibliotheken geschrieben, und nicht ohne Ironie befasst sich eine Unterabteilung mit d ...
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