Unheimlich hoch liegt er da, der Berg der ungehörten «CDs 2008» mehr Schrott als verborgene Schätze. Weg damit, in diesen feierlichen Tagen soll es erlaubt sein, nur das Schönste zu hören etwa den Tenor Giuseppe Di Stefano, der am 3. März 2008 gestorben ist.
«Einmal lebt ich, wie Götter, und mehr bedarfs nicht», singt der Dichter Hölderlin. Wer auf Di Stefanos schnelles Leben zurückschaut, den werden diese Verse trösten. Der Sizilianer liess die Schönheit seines Organs nur kurze Zeit verströmen: Gerade mal zehn Jahre war die Stimme des Tenor-Lyrikers in Blüte. Di Stefano hörte nicht auf die mahnenden Worte, lebte ausschweifend und stellte sich immer dramatischeren Aufgaben. ...
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