«Bei Prophezeiungen», schrieb Georg Christoph Lichtenberg, «ist der Ausleger oft ein wichtigerer Mann als der Prophet.» Stimmt. Vor allem, wenn es sich beim Propheten um ein Tier handelt. «Wetterpropheten» hat man etwa die Hähne in alter Zeit genannt und bald noch die kleinste Schnabelbewegung meteorologisch gedeutet: Frisst er Gras, kommt Regen, kräht er auf dem Mist, wechselt das Wetter, steigt er aufs Hühnerhaus, wird’s schön.
Keine dieser Regeln hat mehr als Unterhaltungswert. Auch zwischen dem «Regenruf» des Buchfinken und aufziehendem Schlechtwetter besteht statistisch kein Zusammenhang. Sogar der «Wetterfrosch» ist ein falscher Prophet: Mancherorts wurde früher ein La ...
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