Yasmina Reza: Serge. Aus dem Französischen von Frank Heibert, Hinrich Schmidt-Henkel. Hanser. 208 S., Fr. 33.90
Yasmina Reza gehört zu den Stars unter den französischen Intellektuellen. Kaum jemand entlarvt die Abgründe zwischenmenschlicher Beziehungen und das Verlogene gesellschaftspolitischer Verhältnisse derart pointiert, witzig und sarkastisch. Sie setzt die Pointen so zielgenau, dass man auf der Stelle in Lachen ausbricht – aber dieses Lachen hat Ventilfunktion; es entlarvt die schwindelerregende Fallhöhe zwischen dem, was idealerweise sein sollte, und dem, was wirklich ist.
So tat es die inzwischen weltweit am meisten gespielte Theaterautorin in ihrem Erfolgss ...
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Das Buch wurde letztens auch im Literaturclub besprochen. Ich mag den Literaturclub ja sehr, aber bei Ihrer Rezension habe ich mehr davon. Trotzdem, das Buch wäre nichts für mich. Auch wenn es inzwischen wohl tatsächlich so ist, wie beschrieben, so störe ich mich tatsächlich an der als respektslos beschriebenen Haltung. Das jetzt nicht nur in Bezug auf diese Thematik, sondern auf alles, was unsere Vorfahren geleistet haben um uns hierhin zu bringen, wo wir jetzt stehen.