Zum ersten Mal in meiner vierzigjährigen Karriere als Souverän werde ich bei der kommenden Wahl nicht die SPD wählen. Auch nicht die Grünen. Ich war lange genug das typische Stimmvieh, das noch einen Besenstiel gewählt hätte, wenn daran der Zettel «rot-grün» geklebt hätte. Erst aus Überzeugung, es gab zur SPD einfach keine Alternative, dann aus Kalkül: Es war das «kleinere Übel». Als Schröder Bundeskanzler wurde und Fischer Aussenminister, empfand ich einen Anflug von deutschem Stolz: Ein Land, in dem der Sohn einer Putzfrau und ein Opel-Hilfsarbeiter es so weit bringen können, ist besser als sein Ruf.
Dann ging es Schritt um Schritt bergab. Während Schröder sich immer wie ...
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