Vor vierzehn Jahren hielt der Publizist und Historiker Joachim Fest an der Universität Zürich einen Vortrag mit dem Titel «Die verlorene Kunst». Darin kritisierte Fest, der kurz darauf verstarb, die Geschichtswissenschaften, insbesondere deren «Verbannung des Menschen aus dem Geschichtsverlauf.» Diese Verarmung sei eine Folge der Dominanz von sozial- und strukturgeschichtlichen Denkmodellen, die den Motiven, Willensentscheiden, Leidenschaften historischer Individuen keine Bedeutung beimässen. Damit aber werde, so Fest, «die Unvorhersehbarkeit der Verläufe nicht nur zur blossen Rechenaufgabe verkleinert, sondern auch alle interpretatorische Ne ...
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