Zidane als Taschenkrebs
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Frank Ribéry

Zidane als Taschenkrebs

Der hässliche kleine Franck Ribéry dribbelt wie ein Brasilianer, schlägt Pässe wie die Holländer und rennt wie die Engländer.Er bewacht den Ball wie Dagobert Duck sein Geld und findet jenespassende Loch, das keiner ausser ihm gesehen hatte. Von Simon Kuper

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29.05.2008
Seine Shorts sehen zu klein für ihn aus, wie aus den fünfziger Jahren, als hätte er die Sachen von seinem Vater geerbt. Er hat das Narbengesicht eines ewigen Verlierers im Federgewicht. Wie Charlie Chaplin ist Franck Ribéry (1,70 m gross) der personifizierte kleine Mann. Ausserdem ist er einer der aufregendsten Fussballer dieser Zeit. Seinetwegen pilgern einige von uns Parisern selbst an eisigen Abenden in den ungemütlichen Vorort Saint-Denis, um Frankreich im Stade de France spielen zu sehen. Ribéry ist in mindestens zweifacher Weise ein neues Fussballermodell: Er ist der Bauer als Held und der Zwerg als grosser Mann. Sein untypischer Aufstieg ist eine sehr französische (speziell nor ...
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