Zu viel Schönheit verdirbt den Charakter, wie zu viel Geld und zu viel Talent. Heisst es. Aber das ist erstens ein verbiestert abendländischer Neid auf alles irdische Glück. Oder, älter, die Furcht vor dem Neid der Götter. (Generationen, die im Deutschunterricht noch anderes als Literatursoziologie, Medienkunde und Strukturalismus mitbekommen haben, assoziierten da vor Zeiten subito Schillers «Ring des Polykrates»: «Hier wendet sich der Gast mit Grausen: ‹So kann ich hier nicht ferner hausen›» et cetera.) Zweitens ist Anke Helfrich aus Horb am Neckar zwar gottverboten schön und talentiert, was die Protektion durch den Altmeister des subtilsten Postbop-Pianos, Kenny Barron, eben ...
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