Immanuel Kant definierte Schönheit als «sinnliche Zweckmässigkeit» ohne praktischen Zweck, die folglich «interesseloses Wohlgefallen» auslöst. Das Schöne ist schön, um schön zu sein. So zeigt distinguierten Geschmack, wer in der Lage ist, eine Darstellung unabhängig vom Dargestellten zu bewerten. Die Luxusindustrie oszilliert seit je gekonnt zwischen Zwecklosigkeit und Zweckmässigkeit, zwischen Kunst und Kommerz. Nun ist Werbung keine Kunst, die um ihrer selbst willen existiert, sondern bleibt Kommerz und ist daher immer zweckgerichtet. Werbung ist keine l’art pour l’art, und das Mittel der Provokation kann im Kommerz kein Selbstzweck sein. Hinge die Balenciaga-Kampagne ...
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