Wundern Sie sich manchmal auch, dass das Asylchaos kein Ende nimmt, dass die Missstände, die allseits bekannten Leerläufe nicht abgestellt werden?

Nicht alle haben ein Interesse daran. Es gibt auch Profiteure des Versagens. Ein grosser Profiteur ist die Firma ORS, «Dienstleistungspartnerin des Staatssekretariats für Migration (SEM) in der Betreuung von Asylsuchenden in den Bundesasylzentren» (Quelle: Bundesrat).

Die ORS lässt sich diese Dienste fürstlich bezahlen. Von 2022 bis 2024 erhielt sie vom Bund rund 200 Millionen Franken, wie der Bundesrat auf eine Frage von Nationalrat Rémy Wyssmann (SVP) mitteilt.

Die ORS bezieht solche Gelder seit 1992 – ein bombensicheres Milliardengeschäft. Dabei gilt der Grundsatz: Je mehr der Bund in der Asylpolitik versagt, desto mehr verdient die ORS.

Dabei ist der Bund bei weitem nicht die einzige Geldquelle der Firma, die an die in London ansässige Serco verkauft worden ist. Auch Kantone und Gemeinden setzen auf ihre Dienste – immer auf Kosten der Steuerzahler, die dafür Hunderte Millionen Franken hinblättern müssen.